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NSU-Prozess Kölner Zeugen in München

Zeugen aus Köln haben in München ausgesagt - beim Prozess um die Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund. Die soll verantwortlich sein für den Nagelbombenanschlag auf der Keupstraße, bei dem im Juni 2004 22 Menschen verletzt wurden.


Einer davon ist Sandro D. Er war mit einem Freund in der Keupstraße unterwegs, als direkt neben ihnen der Sprengsatz explodierte. Er hat schwere Verbrennungen erlitten, er kann nicht mehr in seinem alten Beruf arbeiten und er hat bis heute mit psychischen Problemen zu kämpfen. 

Im Gerichtssaal ist er auf die Frau getroffen, die an dem Anschlag mit Schuld sein soll - Beate Zschäpe.

Wie er sich gefühlt hat und welche Aussage er von Beate Zschäpe erwartet hätte, das und viele andere Fragen hat unser Reporter Tom Sundermann in München Sandro D. gefragt.

 

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Der mit mindestens 702 Zimmermannsnägeln bestückte Sprengsatz war am 9. Juni 2004 vor einem Friseursalon in der Straße explodiert. 22 Menschen wurden teils schwer verletzt.

Sandro D. befand sich damals mit seinem Freund in unmittelbarer Nähe des Fahrrads mit der Bombe, als diese explodierte. Das sei so gewesen, als hätte ihm jemand die Beine weggeschossen, sagte der 34-Jährige am Dienstag vor dem Oberlandesgericht.

Der Mann kam damals mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus. In einer Notoperation mussten ihm mehrere Nägel entfernt werden, einer aus dem rechten Oberschenkelknochen. Der Nagelbombenanschlag wird neben zehn weiteren Morden dem NSU angelastet.

Vor Prozessbeginn hatten am Morgen mehrere Dutzend Menschen ihre Solidarität mit den Opfern des "Nationalsozialistischen Untergrunds" bekundet. Direkt vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich Mitglieder der Initiative "Keupstraße ist überall" und andere Aktivisten, um gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu demonstrieren und auf eine lückenlose Aufklärung der Morde und Anschläge des NSU zu dringen.


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