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Humboldt/Gremberg Stadt weist Vorwürfe zurück

Die Stadt Köln hat nach Bekanntwerden massiver Vorwürfe in einer Flüchtlingsunterkunft in Humboldt/Gremberg umfassend Stellung genommen. In einer Mitteilung wird konkret auf jede Anschuldigung eingegangen.


So heißt es zum Beispiel zu dem Vorwurf der sexuellen Belästigung, dass keine Beschwerde beim Wohnungsamt oder beim Träger dem Deutschen Roten Kreuz vorliegen würde. Die Flüchtlinge hatten in einem offenen Brief berichtet, auf Beschwerden hätten sie keine Antwort bekommen.

Zu dem Vorwurf, es fände keine Beratung der Geflüchteten statt, entgegnet die Stadt, es seien täglich zwei DRK-Sozialmitarbeiterinnen mindestens 8 Stunden in der Unterkunft, die auch mehrsprachig beraten würden.

Abschließend heißt es, die interne Prüfung der Unterkunft dauere an und es seien zusätzliche Maßnahmen in Abstimmung.

Polizei befragt über 50 Frauen

Die schweren Vorwürfe der sexuellen Übergriffe und Vergewaltigungen in einer Kölner Flüchtlingsunterkunft konnten bislang durch die Polizei nicht erhärtet werden. Die Ermittler erklärten, man nehme die Vorwürfe sehr ernst.

Nach Befragungen von über 50 Frauen in der Unterkunft ließen sich die Behauptungen aber bislang nicht konkretisieren.

Die Kölner Polizei hatte eine Ermittlungsgruppe gebildet, um den Vergewaltigungs-Vorwürfen nachzugehen. Bewohner hatten von systematischen Übergriffen und Vergewaltigungen durch das Sicherheits-Personal berichtet. Auch minderjährige Frauen sollen betroffen sein.

Ein Polizeisprecher sagte, man habe bislang weder tatsächliche Geschädigte noch konkrete Augenzeugen finden können. Die Befragungen sollen fortgesetzt werden. (SZ)


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