Freitag, 17.08.2018
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Miete Studentenbetrug bei der Wohnungssuche

Großstadt, Wohnungsknappheit, hohe Mietpreise, Zeitdruck - das neue Semester beginnt und tausende von Studierenden suchen in der Kölner Uni-Nähe eine neue Bleibe. Im Zeitalter der modernen Technik gibt es dafür das passende Angebot im Internet.


Auf der Plattform des Online-Riesen Immobilien-Scout24.de tummeln sich laut der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) derweil mehr als 11,58 Mio. monatliche Besucher. Auf der sicheren "Seite"ist man trotz des hohen Zulaufs dort dennoch nicht. Als wäre die Wohnungssuche nicht ohnehin schon schwer genug, versuchen Trickbetrüger im Netz an Deine Daten und Dein Geld zu gelangen. Daher ist auf Seiten wie WG-Gesucht.de oder Studenten-WG.de Vorsicht geboten.

 

Woran erkennst Du einen Trickbetrüger?

Gelockt wirst Du in der Regel mit wunderschönen, katalogreifen Fotos und einem sehr attraktiven Preis. Eine erste Kontaktaufnahme mit dem derzeitigen Mieter oder dem Vermieter verläuft freundlich, nett und zuvorkommend. Meist fehlt jedoch die Angabe einer Handynummer. Betrüger geben dann vor, derzeitig im Ausland zu sein. Eine persönliche Schlüssel- oder Wohnungsübergabe steht folglich außer Frage. Vielmehr wirst Du darum gebeten, zur Besichtigung der Wohnung eine Kaution für den Erhalt der Wohnungsschlüssel zu überweisen. In einigen Fällen wird auch die Mietkaution und die erste Monatsmiete verlangt. Neben Hochglanzfotos und Dumpingpreisen nutzen Betrüger Fake-Identitäten. Ihre Namen sind entweder frei erfunden oder jene bisheriger Opfer. So wirst auch Du beim sogenannten Phishing nach einem Schufa-Nachweis, einer Personalausweis-Kopie, Gehaltsnachweisen, einer vorhandenen Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, Deiner Handynummer, sowie Deiner E-Mailadresse gefragt. Diese persönlichen Daten werden anschließend wieder verwendet.

Wie kannst Du Dich schützen? 

Die oben genannten Wohnungssuch-Portale warnen in ihren Angeboten vor Betrugsfällen und geben Tipps zur Vermeidung:

  1. Führe eine Objektbesichtigung durch, bevor Du einen Mietvertrag unterschreibst
  2. Weigere Dich vor der Unterzeichnung des Mietvertrags Geldsummen an den Vermieter zu überweisen (auch Objektbesichtigungen sind grundsätzlich kostenlos)
  3. Tätige ebenso keinerlei Geld-Transfers via Western Union, MoneyGram, o.ä.
  4. Schecks sind keine sichere Option, diese können unter Umständen nicht bei der Bank eingelöst werden, bestehe auf eine Überweisung
  5. Scanne und kopiere NICHT Deinen Personalausweis, nur das Original ist fälschungssicher
  6. Fordere eine persönliche Wohnungsübergabe ein
  7. Vergleiche Dein Angebot mit umliegenden Immobilien und dem ortsüblichen Mietspiegel

Ein Internetbetrüger werde laut Polizei in nur äußerst seltenen Fällen gefasst. Die Anonymität im Internet lasse die Wahrscheinlichkeit einer Entschädigung folglich sehr gering ausfallen. Verlasse Dich also auch auf Dein Bauchgefühl - und sollte Dir etwas merkwürdig erscheinen, so lass lieber die Finger davon.


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