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Prozess Höhner siegen gegen die NPD

Die Kölner Band "Höhner" hat vor Deutschlands höchstem Gericht, dem Bundesgerichtshof, einen Erfolg gegen die rechtsextreme Partei NPD errungen.


Die Richter in Karlsruhe urteilten nämlich, dass die Band es nicht hinnehmen muss, dass ihre Lieder auf NPD-Wahlkampfveranstaltungen gespielt werden.

Hintergrund des Streits war, dass die NPD im Thüringer Landtagswahlkampf 2014 regelmäßig die Songs "Wenn nicht jetzt wann dann" und "Jetzt geht's los" der Höhner gespielt hatte. Als die Band das erfuhr, klagte sie auf Unterlassung. Die NPD erwiderte, dass man der Verwertungsgesellschaft Gema ja schließlich Gebühren für die Songs gezahlt habe.

Damit konnten sich die Rechten aber nicht durchsetzen. Kein Künstler müsse es dulden, dass seine Musik von einer verfassungsfeindlichen Partei gespielt werde, vor allem, wenn sich die Künstler selbst immer gegen Rechts eingesetzt hätten, so die Richter wörtlich.

Die Höhner freuen sich über ihren jursitischen Erfolg. Auch andere Künstler könnten von dieser Gerichtsentscheidung profitieren, so Frontmann Henning Krautmacher.

(Meldung vom 06.10.2017/CF)


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