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Facebook: Zu viel Hass in US-Gründungsurkunde

Den Algorithmen des sozialen Netzwerks passen Teile der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung nicht

Wenn Algorithmen entscheiden, was die Nutzer lesen sollen und was nicht, kann mitunter Kurioses herauskommen. Gerade die sozialen Netzwerke müssen schließlich auch verhindern, dass ihre Nutzer mit "Hate Speech" konfrontiert werden. Dass Teile der US-Verfassung für die Algorithmen von Facebook zu viel Hass enthalten, musste das kleine Blatt "The Vindicator" feststellen. Die Tageszeitung veröffentlichte im Rahmen der Feierlichkeiten zum US-amerikanischen Unabhängigkeitstag auf seiner Facebook-Seite täglich einen Abschnitt der Verfassung. Die Abschnitte 27 bis 31 sind schließlich von Facebook blockiert worden.

Die teilweise Sperrung der US-Gründungsurkunde ergibt sich offenbar aus den Verbrechen, welche die Verfasser dem englischen König vorwerfen. Maßgeblich sei dabei möglicherweise die Bezeichnung "Indian Savages" (dt. "Wilde") gewesen.

Das kleine Regionalblatt nutzte diese Meldung nicht nur für PR-Zwecke: Sie machte auch auf die Macht von Facebook aufmerksam. Natürlich stehe es Facebook als Unternehmen frei, die Nutzung einzuschränken. Allerdings seien gerade kleine Zeitungen dem sozialen Netzwerk geradezu ausgeliefert. Nur wenn Medienunternehmen einen Artikel kostenpflichtig bewerben, hätten sie die Chance, ein breiteres Publikum zu erreichen. Facebook jedenfalls schaltete die blockierten Abschnitte schon sehr bald wieder frei.

Oliver Kohlmaier

Quelle: "teleschau - der mediendienst"

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