Archiv

Wirtschaftsförderung Diskussionen um Privatisierung gehen weiter

Oberbürgermeisterin Reker will das Amt für Wirtschaftsförderung privatisieren und die Kölner Unternehmen dabei stärker einbeziehen. Kurz vor Weihnachten soll der Rat darüber entscheiden.


Ein Gutachten, das seit Donnerstag vorliegt, unterstützt die Pläne der Oberbürgermeisterin. Schon länger gab es Diskussionen darüber, ob es sinnvoll oder Unsinn ist, die Kölner Wirtschaftsförderung zu privatisieren. Die Politik hatte die Verwaltung vor einem Jahr damit beauftragt, genau das von externen Gutachtern prüfen zu lassen.

Das Ergebnis nach Angaben der Verwaltung sagt nun klar: Ja, mit der Umwandlung in eine Gesellschaft ist die Wirtschaftsförderung in Köln für die Zukunft besser aufgestellt. Man könne besser neue Mitarbeiter, Projekte und Unternehmen für Köln gewinnen, allein schon wegen anderer Gehaltsstrukturen und dem Know-how aus der Privatwirtschaft.

Die Kölner Handwerkskammer reagiert hingegen verhalten auf die Pläne. Die Wirtschaftsförderung in eine GmbH mit Großunternehmen als Gesellschafter umzuwandeln, sei mittelstandsfeindlich, so die Kammer. Sie fordert deswegen auch, dass die Gesellschaft eine hundertprozentige Stadttochter wird und darin eine eigene Abteilung für das Handwerk entsteht. Die Vorlage für die nächste Ratssitzung soll entsprechend nach dem Willen der Kammer angepasst werden.

(Meldung vom 07.12.2017, NW)


Anzeige
Zur Startseite