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Keine Privatisierung Kölner Flughafen bleibt in öffentlicher Hand

Die Privatisierungspläne für den Kölner Flughafen sind erst mal vom Tisch. Wie uns die SPD-Fraktion im NRW-Landtag am Montagvormittag bestätigte, wird der Bund seine Anteile am Airport in dieser Wahlperiode nicht verkaufen.


Der zweitgrößte Flughafen Nordrhein-Westfalens bleibe zu 100 Prozent in öffentlicher Hand, heißt es.

Laut dem Bericht sollen Kanzleramtschef Peter Altmaier, SPD-Parteichef Martin Schulz und NRW-SPD-Chef Michael Groschek am Wochenende bei den Sondierungsgesprächen in Berlin eine mündliche Vereinbarung getroffen haben. Die Abmachung soll unabhängig vom Ausgang der Sondierungsgespräche gelten.

Die Stadt Köln, das Land NRW und der Bund halten jeweils rund ein Drittel der Anteile am Kölner Flughafen. Eine Privatisierung wurde von Gewerkschaften kritisch gesehen, weil sie schlechtere Arbeitsbedingungen befürchteten.

Der Kölner SPD-Fraktionschef Martin Börschel freut sich über die Entscheidung, dass der Kölner Flughafen erst einmal nicht privatisiert werden soll.

Die Kölner SPD habe sich immer schon dafür eingesetzt, den zweitgrößten Flughafen NRWs in öffentlicher Hand zu belassen, sagte er auf Radio Köln-Anfrage. Das dies erst mal so bleiben werde, unabhängig davon welche Regierung sich in Berlin bilde, sei sehr erfreulich, so Börschel weiter.

Auch Jochen Ott, der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, freut sich sehr. Das anhaltende Drängen auf politischer Ebene habe sich ausgezahlt, sagte er in einem Gespräch mit Radio Köln und betonte, dass die Entscheidung auch für die Kölner sehr wichtig gewesen sei.

Letztes Jahr hatte der Bund angekündigt, seine Anteile am Airport verkaufen zu wollen. Das hatte für massive Kritik gesorgt.

(Meldung vom 08.01.2018/DS)


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