Knubbelefutz un Schmalbedaach: Triumph für zwei Stille

Der "Kaschemmensänger" Günter Missenich ist nach seinem Kurzauftritt im letzten Jahr nun regulär dabei. Wie immer klingt seine sonore Stimme heiser und originell, und er bittet die Zuschauer zu Recht, "bitte mal anhören." Sein Stück von der "Arschkaat" bringt nämlich lustige Alltagsgeschichten zu Pleiten, Pech und Pannen. Und beim Abgang von der Bühne beweist er noch seine Schlagfertigkeit. Mehr als höflicher Beifall.
Für "Knubbelefutz & Schmalbedaach" (Renate Heymanns und Dieter Schmitz) wurde der Abschied zu einem Triumph. Ihre leisen Töne haben in den Jahren der Komitee-Schulung Laufen gelernt. Ihr Lied über die Püppchen im Hänneschen-Theater ist auf urkölsch und traumhaft poetisch. Und als sie sich selbst mit Stockpuppen spielen, hält es keinen mehr auf seinem Sitz. Die beiden Stillen nehmen nun Abschied - sie sind in drei Jahren gereift und immer komischer geworden. Die Frage ist nun, wie sie im "Haifisch-Becken", das Kölner Karneval heißt, durchhalten können.
"Dä Knubbelisch vum Klingelpötz"
(Ralf Knoblich) hatte es nach der Pause schwer, als Redner das
Publikum vom Kölschgenuss im Foyer zu lösen. Er arbeitet
an seiner Rede, dafür sprechen kleine sprachliche Details, mit
denen er den Gefängnisalltag beschreibt. Stichwörter sind
"Kalkatraz " und der Aufseher-Stammtisch "Tör
zo!"
Genauso positiv war, als der Knubbelisch zugab, was jeder gesehen
hatte: auf die Innenflächen seiner Handschuhe hatte er sich
einen Spickzettel geschrieben. Andere machen darum ein großes
Geheimnis, er steht dazu.










