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"Tino vom Taxi" - der Abräumer aller bisherigen Vorstellabende

Und es kam die Sensation aller bisherigen Vorstellabende, der gleichwertige Ersatz für "Blötschkopp Marc Metzger" beim Literarischen Komitee - nur ganz anders anders: "Tino vom Taxi".


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Und es kam die Sensation aller bisherigen Vorstellabende, der gleichwertige Ersatz für "Blötschkopp Marc Metzger" beim Literarischen Komitee - nur ganz anders anders: "Tino vom Taxi" (Tino Selbach). Als Kölsche Taxifahrer gesteht Tino, bestens die Strecke vom Sartory zum Pascha zu kennen, damit setzt er eine erste Duftmarke Richtung "Lachen über den Karneval". Seine Fahrgäste im Taxi sind alle berühmt: Herbert Grönemeyer, Udo Lindenberg, Udo Jürgens, Plácido Domingo. Was sie alle verbindet: sie alle singen, und sie alle imitiert Tino Selbach perfekt, stimmlich genauso wie mimisch und szenisch, etwa, wenn er den betrunkenen Udo Lindenberg spielt. Alle singen sie scheinbar auf ihre eigene Art und mit ihren Hits das Lied "Ich ben ene Kölsche Jung". Der Höhepunkt wird erreicht, als Tino das Paul Pottsche "Nessum dorma" schmettert. Schwer atmend steht er da mit seiner melodramatischen Arie, der Saal ist aufgewühlt und steht Kopf. Stehende Ovationen für "Tino vom Taxi".

"Meine Schüler und Schülerinnen haben mir von der Gruppe vorgeschwärmt." Mit diesen Worten kündigte Karl Becker die Gruppe "Narrenrock" aus Mönchengladbach an. Auf pseudo-Kölsch singen sie über Kölle, doch ihre Rockmusik ist sehr melodiös, und die Band wirkt dank eines agilen und sympathischen Frontmanns höchst lebendig.
Jecker Rock'n Roll von jungen Gladbachern - das war eine schöne Überraschung zum Abschluss des Vorstellabends.

Ein Wort noch zu Karl Becker, dem Moderator des Abends und Leiter des Literarischen Komitees. Seine Art zu moderieren war angenehm zurückgenommen und am Anfang des Abends besonders überzeugend: unaufgeregt, sachlich und vor allem kindgerecht im Umgang mit den ganz jungen Künstlern.
Auch sonst verzichtete er auf jede Art von Mätzchen. Nur manchmal hat er bei der Verabschiedung die Künstler etwas schnell von der Bühne geredet. Manchen hätte eine Portion mehr Beifall gut getan.


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