Schmitz-Backes, Hanak, Pänz, Knubbelich

Michael Backes aus Nettetal gibt sich den Namen des
Urkölschen Bäckers "Schmitz Backes" aus dem
Severinsviertel. Er ist ein Büttenredner, der
hauptsächlich Zauber-Tricks zeigt, eine Art Comedy-Zauberer.
Er nimmt sich selbst nicht ganz ernst, ist frech zum Publikum, und
das kommt gut an!
Den ersten Höhepunkt des Abends brachten schon früh die "Pänz vun Gereon". Sie inszenieren Lieder aus 40 Jahren Bläck Fööss-Geschichte als bewegte Bilder. Gut gelungen waren ihre Tanzszenen zu "Kaffeebud" und dem einst offiziell verpönten "Kackleed". Und besonders süß ist, wenn ein fünfjähriger Junge "Ming eetste Fründin" singt. Der halbe Saal erhob sich zum Beifall.
Die Gruppe "Hanak" ist in ihrem zweiten Jahr endgültig im Karneval angekommen. Die fünf Jungs fühlen sich auf der Bühne nun pudelwohl, und das Publikum kennt schon das erste Stück, was Vieles erleichtert. Der neue Titel "Einmal nur" hat das Zeug zu einem Ohwurm, auch wenn der Refrain leicht atonal klingt. Es wird erkennbar, dass alle Musiker an ihrem Instrument etwas draufhaben: Hanak hat das Zeug, zu den Top-Fünf aufzuschließen.
"Dä Knubbelich vum Klüngelpötz"
erzählt wie immer witzige Anekdoten aus der JVA Ossendorf -
Ralf Knoblich ist dort Justizvollzugsbeamter. Der Stammtisch der
Beamten heißt ganz treffend "Dör zo". Herrlich
ist allein der Kontrast zwischen altpreußischer Uniform mit
Pickelhaube und seiner Sprache als Kölsche Knastkenner.
Der Knubbelich ist inzwischen eine feste Größe. Literaten
sollten ihn sich merken, wenn der Altmeister, "Der
Kölsche Schutzmann" ( Jupp Menth) mal nicht kann.








