Karneval

Nippeser: Spaß beim Corps-Appell

Das Tambourkorps eröffnete den Abend
© Hans-Georg Jäckel für radiokoeln.de

Na so was - ein Corpsappel, bei dem gelacht wird!
An diesem Kommandanten können sich andere Traditionscorps ein Beispiel nehmen:
Markus Lambrechts von der Nippeser Bürgerwehr nimmt sich gut gelaunt alle vor die Brust, ob Hospitant oder Präsident.
Zu den 12 neuen Mitgliedern sagte er, sei sollten sich darüber im Klaren sein, dass sie nun "am Point of no return" angelangt seien - einmal Bürgerwehr, immer Bürgerwehr. Und den 12 Hospitanten drohte er scherzhaft, nun stehe die "Bewährungszeit an den Theken dieser Stadt" an. Dem neuen Präsidenten, Dietmar, "Didi", Broicher, bescheinigte er, dass seine "äußeren Zustände unter Umständen der Wache entsprechen".
Und Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach ernannte er zum
"1. Beförderungsanwärter für eine Hospitation - durch einstimmiges Abnicken."
Höhepunkt des Abends war, als "Prinz Didi" (von 2003) offiziell in sein Amt als Präsident eingeführt wurde.

Auffällig waren noch die neue Kapelle der Nippeser Bürgerwehr, die "Musikfreunde Nippes".
Mit einem Balanceakt zwischen melancholischen Molltönen auf der Posaune (beim Stück "in unserem Veedel") und Comedy-Slapstick-Einlagen haben die lustigen Musiker mit ihren Ananas-ähnlichen Bürzeln auf dem Hut viel Beifall bekommen.

Und dann waren da noch "unsere zwei 6 Richtigen": Tanzmarie Sarah Basinski und Patrick Karolus. Ein Mariechen, das tanzt und dabei noch alle Kölschen Leeder mitsingt, hat man selten gesehen.

Alles in allem ein Corpsappell, mit dem die Nippeser Bürgerwehr gezeigt hat, dass sie nach den Querelen des letzten Jahres wieder da ist - "im Kampf gegen Griesgram und Muckertum", wie es im Fahneneid heißt.

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