Eigenheim als Altersvorsorge

In unserer Serie zum Thema Altersvorsorge geht es heute um Immobilien. Die eigenen Wände sind nämlich ein wichtiger Baustein der Altersvorsorge, denn statt monatlich Miete zu zahlen, könnte man auch in die eigene Tasche wirtschaften, sagt Sparkassen-Finanzexperte Maximilian Blusch: "Man sollte sich vielleicht dazu veranschaulichen, dass man bei 800 Euro Miete pro Monat in 30 Jahren 288.000 Euro an den Vermieter überweist."
Außerdem ist eine Immobilie inflationssicher. "Steigen die Preise, wird das Geld entwertet - so schwimmt meine Immobilie weiter mit oben, behält den Wert und sichert mich auch weiterhin ab."
Zudem gibt es viele staatliche Zuschüsse, die man kennen sollte, zum Beispiel die Wohnungsbauprämie oder die Arbeitnehmersparzulage. "Da gibt es aber auch die Riesterförderung und Möglichkeiten, zinsgünstige oder sogar zinsfreie Kredite zu bekommen." Darunter fallen zum Beispiel die Kredite der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Darlehen der Länder - wie der WfA (Wohnungsbauförderungsanstalt der NRW.BANK).
Wer sich für den Kauf einer Immobilie entscheidet, sollte aber im Hinterkopf behalten, dass es sich um eine längerfristige Entscheidung handelt. Außerdem sollte man Rücklagen schaffen für eventuelle Reparaturen. Bevor es an den Kauf geht, gilt es einige wichtige Punkte zu beachten: Der wichtigste ist die Lage. "Auch die Qualität der Immobilie ist wichtig. Gibt es Reparaturstau? Dinge, die man investieren muss? Das muss bei der Finanzierung berücksichtigt werden. Schließlich ist auch der passende Finanzierungs-Mix wichtig." 15-20 Prozent der Summe sollte man selbst mitbringen.
Neben der Kaufsumme fallen noch Grunderwerbssteuer, Notar- und eventuell Maklerkosten an. "Nimmt man alle diese Kosten zusammen, kann man über den Daumen gerechnet mit neun Prozent rechnen, die noch oben drauf kommen."
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