Programm

Der Finanztipp
präsentiert von
Sparkasse KölnBonn

Private Pflegeversicherung

© Radio Köln

Über die Altersvorsorge haben wir schon gesprochen, aber wie sieht es aus, wenn man im Alter pflegebedürftig wird? Jeder, der krankenversichert ist, ist automatisch in der sozialen Pflegeversicherung.

Doch die deckt nicht immer alle Kosten, sagt Sparkassen-Finanzexperte Maximilian Blusch. "Die Pflegeversicherung unterscheidet zwischen drei Pflegestufen. Danach werden je nach Pflegegrad und ambulanter oder häuslicher Pflege zwischen 225 Euro bis zu 1510 Euro gezahlt."

Das reicht jedoch zum Beispiel für eine Unterbringung im Heim nicht aus. "Da fallen durchaus Kosten an, die weit über 2.700 Euro liegen. Und da kommt eine Differenz von ungefähr 1.300 Euro pro Monat auf den Pflegebedürftigen zu."

Diese Differenz muss also der Pflegebedürftige oder seine Familie aufbringen. "Das muss man sich so vorstellen, dass im Zweifel das Sozialamt zwar einspringt, sich aber dann bei den Kindern beispielsweise diesen Betrag wieder zurückholt. Das führt im Endeffekt dazu, dass im Zweifelsfalle ein mögliches Erbe komplett aufgezehrt wird."

Private Zusatzversicherungen können diese finanzielle Lücke schließen. "Zum einen gibt es die Pflegeversicherung mit Sofortschutz. Das bedeutet, man ist sofort, wenn man pflegebedürftig wird, durch diese Versicherung abgedeckt. Die bekommt man allerdings nur, wenn die Gesundheitsprüfung positiv ausfällt."

Audio-Dateien

Finanztipp vom 10.04.2010

Download

© Radio Köln

Alternativ gibt es auch eine Pflegeversicherung mit späterer Pflegeoption. "Hier muss man eine Wartezeit einhalten, aber dieser Typ Pflegeversicherung ist offen für alle, und zwar bis zu einem Eintrittsalter von 70 Jahren."

 

Der Finanztipp wird Ihnen präsentiert von der Sparkasse KölnBonn!