Radio Köln Tagebuch
Sarahs Freitag, 29.10.10

Ich hab einfach kein Glück damit und trotzdem mache ich es immer wieder. Bestellen im Internet. Schon das dritte Mal in diesem Jahr ist etwas nicht angekommen. Nach einer Lederjacke, die ich bis heute nicht erhalten habe, und einer Uhr, die mir dann von dem Online-Shop netterweise nochmal geschickt wurde, ist jetzt mein Couchtisch verschwunden. VERSCHWUNDEN!!!! Einfach so - aus dem System verschwunden. Da sitze ich zuhause und warte auf den mir für gestern angekündigten Tisch und er kommt und kommt nicht. Als ich dann bei der Spedition anrufe sagt diese mir: "Ja, der war beim Verladen nicht dabei. Sorry, wir haben vergessen, Ihnen Bescheid zu sagen." Ja toll - und jetzt? Wenn ich Glück habe, bekomme ich einen neuen geschickt, allerdings dauert das bis zu 12 Wochen.
Aber auch, wenn es sich gerade nicht so angehört hat, inzwischen ist meine gute Laune wieder hergestellt. Arbeit ist die beste Medizin - auch gegen schlechte Laune. Und das liegt vor allem daran, dass ich Ihnen gute Laune machen darf, damit Sie auch in den letzten Arbeitstag der Woche dementsprechend starten. Nächste Woche weckt Sie dann Daniel Collmann. Schönes langes Wochenende! Ach ja - und nicht vergessen: Morgen Nacht wird die Zeit umgestellt. Von 3 auf 2 Uhr!
Sarahs Montag, 25.10.2010

Es gibt einen Moment, an dem für mich der Winter beginnt - und das ist, wenn ich das erste Mal mein Raclette aus dem Keller hole. Dazu muss man vielleicht erwähnen, dass es für mich nur zwei Jahreszeiten gibt: Sommer und Winter. Und dass der Sommer vorbei ist, das lässt sich selbst mit gutem Willen nicht mehr leugnen und deshalb will ich dann jetzt auch das volle Programm.
Am Wochenenede hab ich also mein Raclette ausgekramt und mir mit Freunden den Bauch vollgeschlagen. Das geht bei diesem "Gericht" ziemlich gut, denn man isst ja nicht nur ein oder zwei Portionen, sondern man isst den ganzen Abend lang. So lange, bis nichts mehr da ist. Und wenn doch was übrig bleibt, wird am nächsten Tag eben nochmal Raclette gemacht!
Daniels Donnerstag, 21.10.2010

Jetzt stets ja fest: Wir holen Bon Jovi nach Köln zu einem exklusiven Geheimkonzert. Ab nächster Woche gibt's die Tickets dafür zu gewinnen. Nur hier bei uns.
Und als ich die tolle Nachricht aus der Musikredaktion bekommen habe, dass der Coup klappt, musste ich direkt an mein erstes Bon Jovi-Konzert denken. Damals war ich 18, stand kurz vor dem Abitur und habe beim Open Air-Konzert von Bon Jovi in Minden am 22.08.1993 arbeiten dürfen. Dort wurden Helfer gesucht, die Kisten aus den Trucks schleppen und beim Bühnen-Auf- und Abbau helfen. Bei der damals zweitgrößten transportablen Bühne der Welt eine ganze Menge Arbeit.
Aber als Schüler war das für mich ein toller und vor allem spannender Job. Zwei Tage harte Arbeit, aber dafür auch 180 Mark Entlohnung - für einen Schülerjob damals ne ganze Menge - und natürlich auch das Konzert inklusive, bei dem ich sogar auf der Bühne am Rand und im Bühnengraben vor der ersten Reihe stehen durfte. Vorband war damals übrigens Billy Idol.
Definitiv ein Riesen-Erlebnis und als Highlight hat mir Jon Bon Jovi nach dem Konzert tatsächlich backstage kurz die Hand geschüttelt. Das sind so Momente, die man nicht so schnell vergisst.
Schon heute beneide ich alle, die bei uns ab Montag die Karten für das kleine und vor allem feine Konzert gewinnen, denn in so einem intimen Rahmen sieht man Bon Jovi ganz sicher nur einmal im Leben. Ich wünsche allen, die mitmachen, viel Erfolg.
Daniels Montag, 18.11.2010

Da der 1.FC Köln ja schon am Freitag Abend gespielt hat und damit am Wochenende keine Radio Köln FC-Live-Sendung stattgefunden hat, hab ich den freien Samstag nutzen können, um die Vorbereitungen für meine Hochzeit voranzutreiben.
Ende Mai nächsten Jahres werde ich nämlich meine verlobte Elke heiraten und so langsam aber sicher müssen die Dinge geplant werden. Am Samstag haben wir in einem netten Hotel in Rodenkirchen einige Zimmer vorreserviert für die Gäste, die eine weitere Anreise haben. Und es war gut, dass wir das so früh erledigt haben, denn wie wir erfahren haben, ist an unserem Hochzeitstag hier in Köln Messe und damit viel Andrang auf die Kölner Hotelzimmer.
Damit stehen nach diesem Wochenende schon die wichtigsten Dinge fest. Der Termin steht, die Location steht, an der nach der standesamtlichen Trauung im historischen Rathaus gefeiert wird - nämlich ein Hausboot in Rodenkirchen - wir haben schon einen DJ gebucht, der für gute Stimmung sorgen soll und jetzt haben wir auch eine Unterkunft.
Ich denke, damit liegen wir sehr gut im Zeitplan und können uns auf ein hoffentlich richtig schönes Fest freuen.
Daniels Donnerstag, 14.10.2010

Es war gestern ganz sicher eine der emotionalsten Sendungen, die ich bisher bei Radio Köln moderieren durfte. Ich erinnere mich noch an den 03. März 2009. Vor anderthalb Jahren war ich nachmittags auf Sendung, als das Kölner Stadtarchiv einstürzte. Damals wars ein schreckliches Ereignis.
Diesmal waren die Emotionen im krassen Gegensatz dazu ausschließlich positiv. Die Rettung der ersten verschütteten Bergleute in Chile live hier bei Radio Köln. Einmal pro Stunde eine solch eine freudige Nachricht verkünden zu können, das war für mich etwas ganz Besonderes und Bewegendes.
Das gesamte Radio Köln Frühteam saß ab 4.30 Uhr geschlossen gebannt vor dem Bildschirm, um die aktuellen Ereignisse zu verfolgen und für Sie kompakt und schnell aufzubereiten. Auch heute Morgen wirkt die Rettung in San José noch nach.
Wenn ich gleich um 6.00 Uhr ins Studio gehe, ist der letzte Mensch aus der Mine gezogen. Das Wunder von Chile hat ein echtes Happy End.
Daniels Montag, 11.10.2010

Wenn ich morgens früh in die Redaktion komme, ist eine meiner ersten Amtshandlungen ins Musikprogramm zu schauen, das mir unsere Musikredaktion für die Sendung zwischen 6.00 und 10.00 Uhr zusammengestellt hat. Und nicht selten ist dann der ein oder andere Titel dabei, über den ich mich ganz besonders freue.
Heute ist das bei Supertramps "Breakfast In America" so. Denn die älteren Herren von Supertramp habe ich erst vor einer Woche, am vergangenen Sonntag, live in der LanxessArena gesehen - und es war einfach phantastisch. Knapp 2 ½ Stunden Best Of-Programm und im Falle von Supertramp bedeutet das für mich 2 ½ Stunden Mitsingen und eine Zeitreise in meine Kindheit.
Denn ich erinnere mich, dass mein Vater damals alle Platten von Supertramp auf Tonband besessen und er diese immer mit seiner alten Revox-Bandmaschine abgespielt hatte. Mir hat die Musik damals schon extrem gut gefallen und ich wollte die Bänder immer wieder hören.
Die gute alte Bandmaschine steht heute noch funktionstüchtig bei meinem Vater im Wohnzimmer und Supertramp treten heute noch auf. Beides seit 40 Jahren. Und deshalb freue ich mich besonders darauf, für Sie um genau 7.38 Uhr den Klassiker aus dem Jahr 1979 zu spielen. Supertramp - Breakfast In America.
Sarahs Donnerstag, 07.10.2010

Ohne EC-Karte ist man komplett aufgeschmissen, kann ich Ihnen sagen. Vor drei Wochen hat dieser blöde Wechselgeldautomat meine Karte eingezogen, seitdem fehlt von ihr jede Spur. Erst wurde mir noch von meiner Bank gesagt, dass die Karte an sie geschickt und anschließend wieder bei mir landen würde, das ist jetzt aber schon fast drei Wochen her und von der Karte fehlt immer noch jede Spur. Leider befindet sich meine Bank nicht in Köln, deswegen kann ich auch nicht einfach zum Schalter stiefeln, um Geld abzuheben. Jetzt hab ich das Warten dann doch aufgegeben und eine neue Karte beantragt, in der Hoffnung, dass sie noch vor meinem Urlaub eintrifft. Die nächsten beiden Wochen werden Sie hier auf der 107,1 nämlich von Daniel Collmann geweckt. Ich bin in den Herbstferien am Meer. Morgen haben wir aber nochmal das Vergnügen miteinander. Ich freu mich auf Sie!
Sarahs Montag, 04.10.2010

Was ein toller Sonntag, oder? So viel Sonne und so viel los in der Stadt. Ich habe meinen Sonntag mit einem Frühstück in der Sonne begonnen. Danach ging es zum KölnMarathon. Allerdings bin ich nicht selber mitgelaufen - ich habe zugeguckt und gestaunt. Erstens darüber, dass es Menschen gibt, die 42,195 Kilometer am Stück zu Fuß zurücklegen und zweitens über die, die die Strecke des Marathons als Bühne nutzen, um sich zu präsentieren. An der einen Ecke steht eine Trommler-Gruppe, an der nächsten singt eine Band und alles zusammen führte zu einer tollen und besonderen Stimmung in der Stadt.












