
123 Corona-Fälle
(DD,RO | Symbolbild) Die Schulen in ganz NRW bleiben wegen der Corona-Krise ab Montag geschlossen. Bis zum Ende der eigentlichen Osterferien am 19. April wird es auch in Köln keinen Unterricht geben. Das hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Freitagnachmittag bekannt gegeben.
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Um die größte Not abzufangen will die Stadt Köln aber Montag und Dienstag noch alle Schulen und Kitas offen halten. Das soll Eltern ermöglichen, im Bedarf eine Betreuung zu organisieren. Die Stadt appelliert aber an die Eltern, ihre Kinder schon jetzt nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen.
Betroffen ist auch eine Werkstatt für behinderte Menschen in Poll, die geschlossen werden musste. Die 270 Mitarbeiter und Beschäftigte müssen jetzt erst einmal zu Hause bleiben.
Das Landeskabinett möchte mit dieser Maßnahme die Ausbreitung des Corona-Virus eindämmen. Auch Eltern von kleineren Kindern sind in den nächsten Wochen auf Alternativ-Betreuung angewiesen, denn die Maßnahmen der Landesregierung um Ministerpräsident Armin Laschet gehen noch weiter:
"Ab Montag dürfen Kinder im Alter bis zur Einschulung keine Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle, heilpädagogische Kindertageseinrichtung oder "Kinderbetreuung in besonderen Fällen" mehr betreten."
Laschet appellierte an die Eltern, ihre Kinder nicht bei den Großeltern abzugeben, denn Ältere und Schwächere gehörten zur Corona-Risikogruppe. Das sei eine Solidarität der Jungen gegenüber den Älteren, sagte Laschet weiter.
Mittlerweile 123 Corona-Fälle in Köln
Von Donnerstag auf Freitag ist die Zahl der Coronafälle in Köln nochmal sprunghaft angestiegen. Mittlerweile weiß der Krisenstab von 123 bestätigten Fällen. Fünf dieser Infizierten werden in einem Krankenhaus behandelt, über 1.000 Kölner sind zusätzlich in Quarantäne.
Um die Ausbreitung des Coronavirus in Köln weiter zu verlangsamen, fallen zahlreiche Veranstaltungen auch unter 1.000 Teilnehmern aus, und auch die Stadt Köln ergreift Maßnahmen. So stellt sie zum Beispiel vorübergehend die Beratung bei der Schwerbehinderten- und Elterngeldstelle auf Telefonberatung um. Ziel sei es, die Menschen vor Infektionen zu schützen, da ein großer Teil hier zur Risikogruppe zählt.
Krankenhäuser verschieben nicht zwingend notwendige OPs
NRW-Ministerpräsident Laschet hat auch erklärt, dass alle Krankenhäuser im Land nicht unbedingt notwendige Operationen verschieben werden. Damit können Kapazitäten für den möglichen weiteren Anstieg der Corona-Fälle geschaffen werden.
Die Uniklinik Köln hatte schon am Donnerstagabend reagiert: Dort wurden die OP-Kapazitäten verringert. Auch Diagnostik, die nicht unbedingt akut notwendig ist, wird verschoben, damit sich das Personal in Corona-Zeiten um die notwendigen Behandlungen kümmern kann. Theoretisch sind von den Aufschiebungen auch MRT-Termine oder andere klinische Behandlungen betroffen.
Blutspenden werden knapp
Den Kölner Krankenhäusern gehen die Blutspenden aus. Wie die städtischen Kliniken mitteilen, seien trotz Corona Blutspenden weiterhin wichtig. Für Blutspender bestehe wegen der hohen Hygienestandards keine erhöhte Ansteckungsgefahr, sagte eine Kliniksprecherin.
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