
Eine 82-jährige Frau sei sonntags und ein 81-jähriger Mann samstags in einem Kölner Krankenhaus verstorben. Beide hatten laut der Mitteilung der Stadt Vorerkrankungen. Außerdem sei dem Gesundheitsamt der Tod eines 69-Jährigen ohne Vorerkrankungen gemeldet worden. Der Kölner sei aber bereits vor einigen Tagen verstorben.
Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen bestätigt mit den drei neuen Covid-19 Fällen den Trend der letzten Tage. Unterm Strich gelten Sonntag noch 110 Kölner als an Covid-19 erkrankt. Die Zahl der Corona-Patienten, die noch auf einer Intensivstation in einem Kölner Krankenhaus behandelt werden müssen, geht aber weiter zurück, dort sind 31 Personen. Ein Großteil Intensivpatienten seien Menschen aus dem Umland. 55 Kölner befinden sich noch in stationärer Quarantäne.
Insgesamt gibt es mit Stand Sonntag 2.389 gemeldete Corona-Fälle.
Die Experten im Krisenstab der Stadt Köln raten dringend dazu sich an die Abstandsregeln und Hygienevorschriften zu halten. Gerade in Zeiten der Lockerungen würden die vergleichsweise guten Zahlen ein trügerische Sicherheit vorspielen. Man habe mit viel Disziplin der Kölner viel erreicht, das dürfe jetzt nicht durch Nachlässigkeit aufs Spiel gesetzt werden.
Wie zuvor Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob, kritisierte auch Oberbürgermeisterin Reker das Vorgehen von Demonstranten am Samstag in Köln. Dort hatten gleich mehrere hundert Menschen unangemeldet gegen die Corona-Schutzmaßnahmen demonstriert.
Reker schrieb in ihrer Stellungnahme: „Die unangemeldete Demonstration von mehreren hundert Personen in der Kölner Innenstadt entsprach weder den notwendigen Verhaltensregeln zum Infektionsschutz noch der in einer solchen Zeit besonders notwendigen Vernunft. Ich bin empört und auch besorgt. Dieses mutwillige und gefährdende Verhalten war ein Angriff auf alle Kölnerinnen und Kölner, den wir nicht noch einmal hinnehmen werden.“