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Angeklagter soll Missbrauch systematisch geplant haben
© Radio Köln
Symbolbild: Gerichtsakten
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Angeklagter soll Missbrauch systematisch geplant haben

(SB|Foto:Symbolbild) Die Liste der Taten und Opfer des Bergisch Gladbacher Familienvaters Jörg L. ist womöglich deutlich länger als bislang bekannt. Das wurde am Donnerstag im Prozess um den Missbrauchskomplex von Bergisch Gladbach deutlich. Die leitende Kriminalbeamtin sagte aus, dass der Angeklagte seine Taten langfristig und im Detail geplant habe.

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Schon einen Tag nach der Geburt der Tochter 2017 habe Jörg L. in Chats den späteren Missbrauch thematisiert. Um das neugeborene Kind an den Missbrauch zu gewöhnen, sei der Vater systematisch und planvoll vorgegangen, so die Polizistin. Der Familienvater beschäftige sich seit 20 Jahren mit Kinderpornografie und brüste sich in Chats mit zahlreichen Opfern. Zum Beispiel habe er auch den Missbrauch von Kindern aus der Nachbarschaft geschildert. Trotz intensiver Ermittlungen seien aber keine weiteren Opfer im Wohnumfeld von Jörg L. identifiziert worden, so die Ermittlungsleiterin vor Gericht.

Bei den Ermittlungen sei man am Mittwoch außerdem auf ein Apartment in Nippes gestoßen, berichtete die Polizistin. Der angeklagte Bergisch Gladbacher soll dieses vor zwei Jahren für einen weiteren verdächtigen Pädophilen angemietet haben. Gegen den Mann, der sich im Internet „Markus aus Deutschland“ nennt, werde in einem anderen Bundesland ermittelt. Ein Polizeisprecher sagte, die Ermittlungen zu Nippes seien noch in vollem Gange. Ob die Wohnung tatsächlich im Zusammenhang mit Missbrauch stehe, sei noch unklar.

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