
Angeklagter stand unter Beobachtung des Verfassungsschutzes
(GL | Symbolbild) Die mutmaßlichen Rizin-Bombenbauer von Köln-Chorweiler wurden schon lange vor ihrer Festnahme vom Verfassungsschutz beobachtet und abgehört. Das wurde am Dienstag am 28. Verhandlungstag vor dem Staatsschutzsenat in Düsseldorf bekannt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.12.2019 06:36
Seit Juni muss sich das Kölner Ehepaar wegen Terrorverdachts verantworten. Der Tunesier und seine deutsche Frau sollen einen islamistischen Anschlag mit vielen Toten mit dem Biokampfstoff Rizin geplant haben.
Die am Dienstag abgespielten Telefonate belegen einmal mehr, dass der Angeklagte in seiner Heimat unter Terrorverdacht und im Visier der Ermittlungsbehörden stand. Getrieben wurde der Mann vom Hass auf die Ungläubigen. Wer damit gemeint ist, wurde in einem abgehörten Telefonat mit seiner Schwester deutlich: Juden, Zuhälter und Korrupte sowie Leute die Unzucht treiben, Schwule und Lesben seien seiner Meinung nach am besten zu töten und von ihrem Blut sei zu trinken. Prozessbeobachter gehen von einem Urteil im März aus.