
Anders als in der Bundesnotbremse wird in Köln bis auf weiteres auch kein Joggen oder Spazierengehen bis Mitternacht erlaubt sein. Auch die Verweilverbote und Konsumverbote bleiben. Das hat der Corona-Krisenstab am Freitag beschlossen. Neu hinzu kommt auch die Notbetreuung in Kitas ab Montag. Wegen der schlechten Infektionslage werde man so lange an den Kölner Regeln festhalten, bis das Land etwas anderes entscheide, heißt es aus dem Krisenstab.
Was allerdings ab sofort aus der Bundesnotbremse gilt: In Bus und Bahn ist bei einer Inzidenz über 100 jetzt eine FFP2-Maske oder ähnliches Pflicht. Eine medizinische Maske reicht nicht mehr aus.
Sonderaktion für Chorweiler und Kölnberg?
Die Bevölkerung am Kölnberg oder der Hochhaussiedlung in Chorweiler mit einer Sonderaktion schnell durchimpfen: Das will der Krisenstab der Stadt Köln und so auf die dort sehr hohen Infektionszahlen reagieren. Man habe das NRW-Gesundheitsministerium gebeten, für bestimmte Sozialräume in Köln ein Sonderkontingent an Impfdosen zu Verfügung zu stellen und dort die Impfpriorisierung aufzuheben, sagte ein Sprecher der Stadt Köln.
Lage in Krankenhäusern spitzt sich zu
Die Lage in den Kölner Krankenhäusern hat sich noch einmal verschärft. 373 Covid-19 Patientinnen und Patienten würden aktuell in einer Kölner Klinik behandelt, heißt es aus dem Krisenstab der Stadt Köln. 135 von ihnen kämpften aktuell auf einer Intensivstation um ihr Überleben. Besonders dramatisch entwickelt sich die Infektionslage auch bei Kindern und Jugendlichen.
Seit 10 Tagen steigt die Inzidenz bei Menschen unter 18 teilweise drastisch an. Für Kinder bis 5 Jahre liegt der Inzidenzwert stadtweit bei 180, bei 6-10 Jährigen um die 317, und bei den 11-18 Jährigen sogar fast bei 360.