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AWB-Fahrer vor Gericht
© Radio Köln/Waltel
Der angeklagte AWB-Fahrer.
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AWB-Fahrer vor Gericht

(MH) Vor rund einem Jahr hat ein Müllwagen in Widdersdorf einen siebenjährigen Jungen überfahren und getötet. Am Mittwoch war der Prozessauftakt, der kurz danach aber schon wieder eingestellt worden ist.

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Die Staatsanwaltschaft warf ihm fahrlässige Tötung vor. Wolfgang Schorn vom Kölner Amtsgericht sagte, der Fahrer soll laut Anklage beim Abbiegen den Jungen mit seinem Fahrrad übersehen haben:

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Junge vor der tödlichen Kollision für die Zeitspanne von dreieinhalb Sekunden sichtbar gewesen wäre. Vom Gericht wird zu klären sein, ob der Unfall für den Angeklagten bei Beachtung der notwendigen Sorgfalt vermeidbar gewesen wäre. Das heißt insbesondere ob und wie lange der Angeklagte den Jungen überhaupt hätte sehen können.

Dazu werden auch Sachverständige aussagen. Im Falle einer Verurteilung drohten dem AWB-Fahrer entweder eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe. 


Nach dem Rechtsgespräch vor dem Amtsgericht am Mittwochvormittag legte das Gericht fest, dass der Mann lediglich 2.000 Euro an das Kinderhospiz in Olpe zu zahlen hat. Er ist damit auch nicht vorbestraft. Der Mann hatte den siebenjährigen Jungen in Widdersdorf beim rechts Abbiegen übersehen, der Junge kam unter die Hinterachse des Müllwagens und starb noch am Unfallort. Im Verfahren ging es unter anderem darum, dem Mann nachzuweisen, dass er den Jungen im Rückspiegel hätte bemerken müssen.

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