Bandidos-Mitglied steht vor Gericht

(LP| Symbolbild) "Ich sah das Mündungsfeuer und kurz danach spürte ich meine Beine nicht mehr." So schilderte das Opfer der Rocker-Schießerei auf der Zoobrücke am Dienstag vor Gericht seine Erinnerungen. Vor dem Kölner Landgericht begann am Dienstagmorgen der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Schützen.

Die Staatsanwaltschaft hat das Mitglied der Rockergruppe Bandidos wegen versuchten Mordes angeklagt. Das Opfer fuhr einen Wagen aus dem Umfeld der verfeindeten Hells Angels und stellte sich am Dienstag als Zufallsopfer dar. Der 21 Jahre alte Mann erlitt damals Schusswunden in Hüfte und Oberkörper. Am Tag des Attentats habe er sich ein Auto von einem Bekannten geliehen, um sich etwas zu Essen zu holen. Dass der Wagen auf ein bekanntes Hells Angels Mitglied registriert ist, will er nicht gewusst haben. Er habe einfach zum falschen Zeitpunkt im falschen Auto gesessen.

Der Angeklagte selber schweigt bislang zu den Vorwürfen. Möglicherweise war die Tat im Dezember ein Racheakt für eine Schießerei Wochen vorher in Kalk. An beiden Tatorten wurden laut Staatsanwaltschaft Projektile aus der gleichen Waffe gefunden. 

Der Prozess soll Anfang Oktober weitergehen. 

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