
Beratungen der Bund-Länder-Kommission in Köln
(GL|Symbolbild) Wie kann jüdisches Leben in Deutschland geschützt werden? Darüber haben Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland mit der ständigen Bund-Länder-Kommission gegen Antisemitismus zwei Tage lang in Köln beraten. Zum Abschluss wurde ein 6-Punkte-Plan mit Forderungen an die Strafverfolgungsbehörden veröffentlicht.
Veröffentlicht: Sonntag, 28.11.2021 10:42
Nur 20 Prozent aller antisemitischen Vorfälle würden von den Opfern auch tatsächlich angezeigt, aus Mangel an Vertrauen, so die Vorsitzende der Kommission Leutheusser-Schnarrenberger. Dieses mangelnde Vertrauen der Menschen in die Strafverfolgungsbehörden sei alarmierend. Deshalb bräuchte es zum Beispiel Fortbildungen von Polizei, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten und Richterinnen und Richtern, damit diese Antisemitismus überhaupt erkennen können. Schärfere Gesetze seien nicht notwendig.