
Bereitschaftspolizei bereitet sich auf EM 2024 vor
(KS) 900 Beamtinnen und Beamte der Bereitschaftspolizei in NRW haben am Mittwochvormittag am RheinEnergieSTADION eine Großübung durchgeführt. Es wurden verschiedene Szenarien geübt, die bei einem Fußballspiel entstehen können.
Veröffentlicht: Mittwoch, 09.08.2023 09:59
Simuliert wurde ein EM Spiel Deutschland gegen Österreich. Hundertschaften und Festnahme-Einheiten aus Köln, Bonn, Aachen, Wuppertal und Gladbach haben versucht, mehrere Hundert von Komparsen gespielte Hooligans voneinander getrennt zu halten. Es gab Jagdszenen und Prügeleien auf den Stadionvorwiesen, ein Komparse aus den Reihen der Polizei wurde dabei wirklich verletzt und musste in Krankenhaus. Wie schwer die Verletzungen sind, ist noch unklar. Lebensgefahr bestehe aber nicht, sagte uns ein Polizeisprecher. Die Ergebnisse der Übung sollen jetzt ausgewertet werden.
Kristoffer Kronenberger vom Landesamt für polizeiliche Fortbildung sagte, bei der EM im nächsten Jahr gäbe es viele Herausforderungen, auch weil eine bei uns übliche Fantrennung bei der EM wohl fehlen werde:
„Also aus meiner Sicht wird es eine der größten Herausforderungen sein, dass wir viele Dinge nicht in dem Maße kennen, viele der Fangruppen, die zu uns kommen werden, viele der Personen. Das kennen wir in der Form nicht. Wir lassen uns natürlich beraten, auch durch die Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland, aus den verschiedenen Staaten. Trotzdem wird das eine besondere Herausforderung sein. Insbesondere natürlich auch was Sprachkompetenzen und kulturelle Aspekte anbelangt.“
Da im nächsten Jahr die Fußball EM auch in Köln ausgetragen wird, sei das Stadion eine realistische Kulisse für die Übung, so die Polizei. Einmal im Jahr treffen sich Hundertschaften aus verschiedenen NRW-Städten zu solchen Großübungen.