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Betriebsrat von Ford will Druck erhöhen
© Radio Köln/Waltel
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Betriebsrat von Ford will Druck erhöhen

(GDM) Die Zeichen stehen auf Sturm. Der Betriebsrat von Ford will wegen des drohenden Stellenabbaus in Köln den Druck auf das Management erhöhen. Der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates Benjamin Gruschke sagte nach einer Vollversammlung der Vertrauensleute am Samstag, man habe begonnen Nadelstiche zu setzen und werde jeden Tag mehr von Mitbestimmungsrechten Gebrauch machen. Dazu gehöre zum Beispiel der Verzicht auf Mehrarbeit.

Veröffentlicht: Sonntag, 29.01.2023 09:12

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Kerstin Klein von der IG Metall bei Ford fordert Gespräche über die Zukunft des Standortes, sonst werde man der Konzernspitze zeigen, was man hier in Europa und für Europa in Köln leisten könne. Man werde nicht davor zurückschrecken, die Fäden zu ziehen und dem Unternehmen wehzutun, wenn es sein muss, so Klein. Man habe die Forderung Entwicklungsbereiche in Köln und Aachen zu behalten, um damit auch die Produktionsstandorte mittel- und langfristig abzusichern.

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Scharfe Kritik hat der Betriebsrat von Ford an Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker wegen ihrer Äußerungen zum drohenden Stellenabbau bei Ford in Köln geübt. Reker hatte am Montag erklärt, dass ein Stellenabbau, sollte es dazu kommen, sozialverträglich erfolgen müsse. Der Betriebsratsvorsitzende Benjamin Gruschka sagte, diese Äußerung sei bei ihm und der Belegschaft mit großer Enttäuschung und Wut angekommen, denn der Satz komme einer Aufgabe der Arbeitsplätze gleich. Man habe eher gehofft, dass sich die Oberbürgermeisterin dafür einsetzt, dass es hier in Köln weiterhin viele Arbeitsplätze gebe. Man müsse wichtige Produktions- und Entwicklungsentscheidungen für den Kölner Standort treffen und man dürfe nicht schon im zweiten Schritt sein und sich fragen, wie man die Belegschaft abwickle. Gruschka sagte, Ford in Köln brauche ein Kuchenstück der globalen Entwicklung, um die Zukunft der Standorte zu sichern.

Anfang der Woche hatte der Betriebsrat die Belegschaft über einen geplanten Stellenabbau vor allem im Entwicklungszentrum von Ford informiert. Zusammen mit Verwaltungsbereichen seien alleine in Köln bis zu 3.200 Jobs in Gefahr.

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