
Böllerwerfer vom Derby vor Gericht
(SR) Schwindel, posttraumatische Belastungsstörung, Gedächtnisverlust, Ohrenschäden: Die Liste der Verletzungen, die die Anklage am Dienstag zum Prozessauftakt verlesen hat, ist lang. Es geht um einen Böllerwurf im RheinEnergieSTADION beim Derby zwischen dem FC und Gladbach vor einem Jahr, bei dem 23 Menschen verletzt wurden. Angeklagt am Kölner Landgericht ist ein 36-jähriger Mann.
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Der Angeklagte muss sich in dem Verfahren auch für einen Hitlergruß verantworten, den er bei einer rechten Demonstration am Kölner Hauptbahnhof gezeigt haben soll. Der Angeklagte wirkt aufbrausend und aggressiv, als er vom Richter zu Widersprüchen und Halbwahrheiten befragt wird. Mal will er den Böller zufällig auf der Stadion-Toilette gefunden haben, mal von einem Unbekannten zugesteckt bekommen haben.
Im Saal herrscht eine skurrile Anspannung. Immer wieder klagt der Angeklagte über seine psychischen Probleme. Dann platzt dem Staatsanwalt der Kragen: „Was soll das hier? Ihre Schilderungen sind unappetitlich angesichts der über 20 Verletzten.“