Anzeige
Chirurg und Klinikum Merheim vor Arbeitsgericht
© Radio Köln, Waltel
Landesarbeitsgericht Köln
Teilen:

Chirurg und Klinikum Merheim vor Arbeitsgericht

(PR|Symbolbild) Ein Hirnchirurg wird während einer OP aus dem Saal geholt und fristlos entlassen. Wir haben bei Radio Köln über den Fall am Klinikum Merheim berichtet. Jetzt muss sich das Arbeitsgericht mit dem Vorfall beschäftigen.  

Veröffentlicht:

Anzeige

Nachdem der Arzt aus dem OP-Saal geholt wurde, teilte man ihm mit, dass er fristlos gekündigt sei. Das Klinikum begründet das Vorgehen als zwingend: Man habe dem Chirurgen fristlos gekündigt, weil er Studenten ohne Erlaubnis und teilweise ohne Aufsicht an den OP-Tisch gelassen haben soll. Außerdem schiebt die Klinikleitung dem Arzt die Schuld für den Abbruch der OP zu. Er soll bereits drei Tage zuvor zum Gespräch mit der Klinikleitung eingeladen worden sein mit der Anweisung, gegebenenfalls geplante Operationen an dem Termin zu verschieben.

Der Arzt bestreitet alle Vorwürfe und will gegen die Kündigung vorgehen. Die Fronten sind verhärtet. Ein Skandal, sagt der Anwalt des Arztes, da die Gesundheit des Patienten gefährdet gewesen sei. Die Klinik sagt, dass sie zum Wohle der Patienten gehandelt habe.

Der Anwalt des Mediziners drohte im Gerichtssaal dem Anwalt der Klinik: „Das wird ein Desaster für die Kliniken. Überlegen Sie sich es gut, ob Sie die Kündigung nicht doch zurücknehmen wollen“. Im Dezember entscheiden jetzt die Richter. 

Anzeige
Anzeige
Anzeige