Corona-Regeln kommen in Köln unterschiedlich an

(PR|Foto:Symbolbild) Bei uns in NRW gelten viele der Corona-Regeln auch weiterhin. Das hat Ministerpräsident Laschet am Donnerstag bekannt gegeben. Unter anderem bleiben Großveranstaltungen ohne umsetzbare Hygienekonzepte bis Ende des Jahres verboten.

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Kölns Veranstaltungsorte reagieren mit wenig Begeisterung auf das verlängerte Verbot. LANXESS arena-Chef Stefan Löcher sagte auf Radio Köln-Nachfrage, dass ohnehin schon viele Konzerte ins nächste Jahr verschoben worden seien. Jetzt sei es wichtig, eine Perspektive zu haben, wie es 2021 weitergehen könnte. Je nachdem wie es 2021 weitergehe, brauche man dann auch Hilfe.

Mindestens bis Ende Oktober werden auch keine FC-Fans ins Stadion dürfen. Bis dahin würde man Sport- und Kulturveranstaltungen neu bewerten, so die Politik. Immerhin sei es gut, dass man drei Wochen vor Saisonstart endlich mal eine Entscheidung hätte, sagt FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. Er glaubt an eine Rückkehr der Fans im November:

„Was meine Gespräche mit den lokalen Behörden hier in Köln ergeben haben: Unsere Konzepte sind als tragfähig eingestuft worden. Und von daher sind wir bereit. Wir warten jetzt auf die Signale der Politik und ich begrüße es ausdrücklich, dass die Chefs der Staatskanzlei sich damit in den nächsten Wochen intensiv auseinandersetzen werden. Und dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir im November wieder Spiele mit Zuschauern erleben werden.“

Ohne Zuschauende oder ohne staatliche Subventionen droht vielen Eishockey-Klubs, auch den Kölner Haien, das Aus.  

Die koelnmesse sieht sich von dem Verbot nicht betroffen: Messen zählten nicht zu den typischen Großveranstaltungen. Es könnten Hygienevorschriften eingehalten werden, sagt Pressesprecher Guido Gudat. Für die anstehenden Messen habe man individuelle Konzepte entwickelt. Diese würden alle Vorgaben hinsichtlich Hygiene und Abstand berücksichtigen.

Kölner Schülerinnen und Schüler können aufatmen: Ab Dienstag darf die Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht wegbleiben. Man sei sehr froh, heißt es von der Lehrergewerkschaft NRW. Viele Rückmeldungen aus den Schulen hätten gezeigt, dass der Mund-Nasen-Schutz im Unterricht eine große Belastung sei. Die Kommunikation und damit das gesamte Unterrichtsgeschehen sei dadurch deutlich gestört.

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