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D-Gruppe fordert Entscheidung zur Ost-West-Achse
© Radio Köln/Daniel Dähling
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D-Gruppe fordert Entscheidung zur Ost-West-Achse

(KS|Symbolbild) Seit Jahren kann sich das Kölner Ratsbündnis nicht auf eine Entscheidung zum Ausbau der Ost-West-Achse einigen. Es wird diskutiert, ob die Bahnen dort künftig weiter oberirdisch fahren, oder ob ein neuer Tunnel gebaut wird.

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Für die Tunnel-Lösung spricht sich vor allem die KVB aus. Gegenwind kommt unter anderem vom Bündnis Verkehrswende und der sogenannten D-Gruppe, einem Zusammenschluss von Fachleuten aus Stadt- und Verkehrsplanung. Die Gruppe hat am Mittwoch in einer Stellungnahme die jahrelange Entscheidungsverschleppung kritisiert. Auch die KVB hat zuletzt mehr Tempo beim Ausbau gefordert.

Die D-Gruppe bemängelt, zusammen mit dem Bündnis Verkehrswende, dass ein neuer Tunnel deutliche Nachteile zur oberirdischen Lösung hätte. In einer Stellungnahme der Gruppe heißt es, ein Tunnelbau wäre zu teuer, zu langwierig und würde das Stadtbild für Jahrzehnte zerreißen. Auf Radio Köln Nachfrage sagte Sprecher Roland Schüler: 

„Lange Bauzeiten, es wird sehr viel Geld verbaut. Zum Weiteren müssen sie sich vorstellen, dass die U-Bahn so tief der Erde liegt – das sind zehn Stockwerke. Und wenn mal die Aufzüge und die Rolltreppen ausfallen, dann müssen Menschen zehn Stockwerke aus der Erde nach oben an die Oberfläche krabbeln.“

Ein oberirdischer Ausbau sei sinnvoller, sagt Roland Schüler: 

„Wenn man sich für oben entscheidet hat man sehr viel schnelle Flexibilitäten und kann sehr kurzfristig an verschiedenen Stellen im gesamten Raum der Ost-West-Achse Maßnahmen ergreifen: Verbesserungen für den Radverkehr, Fußverkehr und den Lebensraum.“

Für die oberirdische Lösung bräuchte es allerdings deutlich längere Züge. Dafür müssten alle Bahnsteige an der Linie 1 ausgebaut werden.

Die D-Gruppe plant, sich in den nächsten Wochen mit den verschiedenen Kölner Ratsfraktionen zu treffen, um sich erneut für eine schnellere Lösung einzusetzen. Die Stadt Köln will für beide Varianten Kosten-Nutzen-Rechnungen durchführen lassen. Laut ihr könnte ein Ausbau der Ost-West-Achse nach der Entscheidung frühestens 2027 beginnen.

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