
Bereits am Samstag waren auf der Deutzer Werft über 10.000 Menschen zu Protesten zusammengekommen. Sie alle wollten ein Zeichen gegen Rassismus und Gewalt setzen.
„No Justice – No Peace“ und „Black Lives Matter“ waren die Botschaften in Richtung USA. Auf der Deutzer Werft war klar zu hören und zu lesen: Es gibt Alltagsrassismus. In der Kita, im Supermarkt bei der Wohnungs- oder Jobsuche. Es sei, so die Botschaft auch im Jahr 2020, ein Unterschied ob ein Kölner mit weißer oder schwarzer Hautfarbe durchs Leben geht, sagt auch Mitorganisator Josef Kolisang:
„Ja es ist ein Unterschied in der Art und Weise wie man von anderen Menschen betrachtet wird und wie man durchs Leben geht. Zum Beispiel bei einem Bewerbungsgespräch oder bei der Wohnungssuche. Das macht alles einen Unterschied, weil man manchmal dem Bild nicht entspricht, das Vermieter oder Arbeitgeber gerne hätten. Ich bin es leid und viele andere sind es auch leid.“
Anlass der Demonstrationen ist der gewaltsame Tod des Amerikaners George Floyd.
Außerdem war die Polizei bei einer weiteren Demo im Einsatz. Aus Anlass einer AfD-Wahlveranstaltung zogen am Sonntag mehrere Menschen aus dem linken Spektrum nach einer Auftaktkundgebung auf dem Heumarkt zum Gürzenich. Um den AfD-Anhängern die Teilnahme an ihrer geplanten Veranstaltung zu ermöglichen, führten Polizisten sie an den Demonstranten vorbei. Zwei der Demonstranten musste die Polizei laut eigener Aussage festnehmen. Sie durchbrachen Polizeisperren bzw. stießen einen Polizisten zu Boden.













