
Demonstration: Köln geht für Europa auf die Straßen
(MF/Symbolbild) Autofahrer müssen am Sonntag vor allem in Deutz mit kurzfristigen Sperrungen rechnen. Zur großen Europa-Demo werden bis zu 30.000 Menschen erwartet. Sie ziehen in einem Sternmarsch vom Rudolfplatz, dem Chlodwigplatz sowie dem Roncalliplatz oder Kalk Kapelle zur Deutzer Werft. Dazu werden auch die Deutzer und die Severinsbrücke teilweise gesperrt.
Veröffentlicht:
Über 70 Vereine, Organisationen, Jugendverbände sowie Kirchen und Gewerkschaften rufen in Köln unter dem Motto "Ein Europa für alle - Deine Stimme gegen Nationalismus" zu Protesten auf. Hermann Rheindorf von der AG Arsch Huh sagte, Ziel sei es zur Europawahl eine Woche später möglichst viele Menschen an die Wahlurnen zu bringen: „Rechtspopulisten und Neofaschisten in verschiedenen europäischen Ländern schicken sich an, relevante Stimmenanteile zu erzielen, mit der Forderung, das einheitliche Europa aufzuweichen oder gar zu zerstören.“
Britta von Bülow von „Köln gegen Rechts“ sagte, die Wahl sei eine Weichenstellung für die Zukunft Europas: „Dann können wir unsere Werte wie Demokratie, Freiheit und Menschenrechte weiterhin leben. Wir sehen die große Bedrohung dadurch, dass dem gegenüber die Idee eines Europas von Vaterländern gestellt wird, von nationalistischen und rassistischen Ideen. Das finden wir unerträglich, dass die immer größer werden und sich immer mehr Raum nehmen können.“
Kölns DGB Chef Witich Rossmann sagte, die Brexitabstimmungen hätten viele junge Menschen verschlafen. Bei der Wahl zur Zukunft Europas dürfe sich das nicht wiederholen. Zeitgleich finden auch in vielen anderen europäischen Großstädten ähnliche Demos statt.