Die Rürup-Rente – nicht nur für Selbstständige

Der Finanztipp bei Radio Köln wird präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

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Die Rürup-Rente gibt’s seit 2005, benannt nach ihrem Erfinder Bert Rürup. Gerade Selbstständige, die keine oder nur geringe Ansprüche an die gesetzliche Rentenversicherung haben, können mit Ihr punkten.

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Aber generell steht sie als steuerlich geförderte Privatrente auch anderen offen. Gerade für Menschen, die bald in Rente gehen, kommt Rürup in Frage. „Steuergeförderte Rürup-Rente“ – nie gehört? Unser Finanzexperte Maximilian Blusch erklärt es euch!

„Die staatliche Förderung funktioniert hier allein über die Steuer. Und das geht so: Ihr könnt Eure Beiträge mit einem Jahr für Jahr steigenden Prozentsatz von der Steuer absetzen. Die Erträge werden während der Ansparphase zu 100 Prozent wieder angelegt, da sie nicht der Abgeltungssteuer unterliegen! Gut 25.000 Euro könnt Ihr maximal in diesem Jahr steuerbegünstigt sparen, Verheiratete das Doppelte. Davon setzt Ihr zur Zeit noch in diesem Jahr rund 22.500 Euro von der Steuer ab. Wie viel Steuererstattung ein einzelner Rürup-Sparer erwarten kann, hängt also von der Höhe seines zu versteuernden Einkommens und seinem persönlichen Steuersatz ab. Grundsätzlich gilt: Je mehr Ihr verdient, umso mehr bekommt Ihr vom Finanzamt zurück. Ihr habt kein gleichmäßiges Einkommen? Kein Problem, denn die Höhe der Sparbeiträge ist komplett variabel. Ihr könnt sie monatlich, jährlich oder auf einmal zahlen und sie jederzeit sogar aussetzen, falls es finanziell mal knapp wird. Eure zukünftige Rente unterliegt später der Einkommensteuer. Aber wer zum Beispiel schon im nächsten Jahr in Rente geht, bei dem wird knapp ein Fünftel der Rürup-Rente nicht besteuert. Auch wenn Ihr schon bald in den Ruhestand gehen möchtet, könnt Ihr – steuerlich gefördert – Einmalbeiträge in eine lebenslange Altersvorsorge umwandeln. Wer schon in eine Rürup-Rente spart, sollte unbedingt vor dem Jahresende mit seinem Berater bei Sparkasse oder Bank über eine Zuzahlung sprechen.“

Ab dem 62. Lebensjahr könnt Ihr mit Rürup in Rente gehen. Aber der Staat hat für seine Förderung Bedingungen gestellt: Ihr könnt die Ansprüche aus Rürup nicht auf andere übertragen, sie beleihen oder verkaufen. Außerdem kann sie ausschließlich als Rente und nicht auf einen Schlag ausgezahlt werden. Für den Todesfall könnt Ihr aber Euren Ehepartner und Eure minderjährigen Kinder mit absichern. Fragt Euren Berater bei Sparkasse oder Bank nach der sogenannten Hinterbliebenenabsicherung.

 

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https://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

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