
Diskriminierung großes Problem auf Kölner Wohnungsmarkt
(DD|Symbolbild) Rassismus und Diskriminierung sind ein weiter zunehmendes gesellschaftliches Problem. So steht es im neuen Jahresbericht des Anti-Diskriminierungs-Büros der Kölner Caritas. Das gefährde unsere Gesellschaft und ihren Zusammenhalt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 30.08.2023 09:23
In dem Bericht wurden insgesamt mehr als 700 Beratungsfälle wegen Diskriminierung erfasst. Der größte Teil davon hätte sich mit 22% um das Thema Wohnen gedreht. Rassistische Diskriminierung bei der Wohnungssuche, innerhalb der Nachbarschaft oder beim Kontakt zu Vermieterin und Vermieter zählen dazu.
Das Themenfeld “Wohnen” sei bei den im Jahr 2022 behandelten Fällen damit trauriger Spitzenreiter gewesen. Und das sei nicht verwunderlich, heißt es in dem Bericht, bei dem seit Jahrzehnten angespannten Kölner Wohnungsmarkt. Die Caritas fordert daher Maßnahmen auch jenseits von neuem Wohnungsbau. Sozialträger, Verwaltung und vor allem die großen Wohnungsunternehmen müssten Diskriminierung auf dem Kölner Wohnungsmarkt effektiv bekämpfen.
Zweitgrößter Bereich war “Arbeit”. Darunter fällt Mobbing durch Vorgesetzte, aber auch unter Kollegen. Auf Platz drei ist “Bildung”. So würden unter anderem Eltern von der Ungleichbehandlung ihrer Kinder durch Lehrkräfte berichten. Bei einem Großteil der Gesamtzahl aller Fälle sei die Diskriminierung von Institutionen oder Personal im öffentlichen Bereich ausgegangen.