
Das Besondere: Zum ersten Mal hat das katholische Stadtdekanat damit an einer Veranstaltung des Cologne Pride teilgenommen. Zu der Podiumsdiskussion „God meets Gay, Kirchentalk und Halleluja beim Cologne Pride“ kamen am Mittwochabend rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Dom- und Stadtdechant sowie Organisator Robert Kleine wollte mit der Veranstaltung einen sachlichen und fachlichen Dialog über die zum Teil unterschiedlichen Sichtweisen anregen. Die teils heftige Kritik im Vorfeld habe ihn überrascht.
"Dass das aber so massiv ist und man mir sagt, ich sei nicht mehr katholisch und sollte zurücktreten, der Erzbischof sollte das ganze absagen, dass kann ich nicht verstehen. Aber es ist auch viel Polemik dabei. Und das zeigt in meinen Augen, wenn ich das so sagen darf, wie wichtig diese Veranstaltung heute ist."
Proteste gab es im Umfeld der Veranstaltung keine. Allerdings wurde im Vorfeld eine Petition auf einer umstrittenen und als rechts geltenden spanischen Plattform veröffentlicht. Sie hatte zum Ziel, die Veranstaltung und auch das Konzert des Jugendchors St. Stephan am Freitag im Rahmen des Pride zu verhindern.
Kleine betonte im Radio Köln Interview, er habe im Vorfeld keinen Druck, sondern eher Rückendeckung vom Kölner Erzbischof gespürt.
Auf dem Podium diskutierten neben Kleine auch die katholische Leiterin der Telefonseelsorge und der Künstler Ken Reise alias Julie Voyage. Dragqueen Cassy Carrington hat die Veranstaltung moderiert.