DJV kritisiert Erzbistum Köln scharf

(SR|Foto:Symbolbild) Der Deutsche Journalisten-Verband NRW kritisiert nach einem abgebrochenen Pressetermin zum zurückgehaltenen Missbrauchsgutachten das Verhalten des Erzbistums Köln scharf. Ein Maulkorb für Journalistinnen und Journalisten sei nicht hinnehmbar, so der DJV.

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"Dass nicht jede Information für die Veröffentlichung bestimmt ist, gehört zum Alltagsgeschäft. Wenn allerdings Verschwiegenheitserklärungen unterzeichnet werden sollen, muss der Eindruck entstehen, man wolle etwas verschleiern“, so der DJV. Kurz vor einem Pressetermin am Dienstag hatte das Erzbistum Köln die Medienschaffenden dazu aufgefordert, eine Erklärung zu unterschreiben. Darin sollten sie sich unter anderem verpflichten, Tathergänge aus dem Gutachten zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche nicht zu veröffentlichen. Die anwesenden Journalistinnen und Journalisten hatten dies verweigert. Daraufhin wurde die Pressekonferenz abgebrochen.

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