Dramatischer Einbruch bei Kölner Wohnungsbau

(SR|Foto:Symbolbild) Eines der größten Probleme in Köln ist der Mangel an Wohnungen. Die Stadt hat jetzt ihre Zahlen aus dem Jahr 2019 vorgestellt und die stimmen nicht unbedingt optimistisch: Es wurden nicht mehr Wohnungen fertig gebaut, sondern drastisch weniger als in den letzten 10 Jahren. 

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Nur im Jahr 2017 wurden weniger Wohnungen gebaut als im letzten Jahr. Laut Stadt sind die Ursachen dafür nicht eindeutig. Die Verwaltung schiebt die Verantwortung aber auf die Bauträger. Durch den Bauboom der vergangenen Jahre sei die Bauwirtschaft stark ausgelastet. Nur 2.175 Wohnungen wurden im vergangenen Jahr fertig bebaut. Gebraucht würden aber etwa 6.000 neue Wohnungen, um den Wohnungsmangel zu bekämpfen.

Neugebaute Wohnungen in Köln werden außerdem immer kleiner. Das hat die Stadt bekanntgegeben. Baudezernent Markus Greitemann meint, der Grund dafür sei vor allem, dass immer mehr junge Menschen ohne Familie, wie zum Beispiel Studierende, in die Stadt kommen:

"Der Trend ist definitiv so, dass die Wohnungen kleiner werden. Außerdem geht er dahin, dass es immer mehr Ein-Personen Haushalte gibt und unser Ziel muss es sein, die Familiennähe zu halten. Dafür müssen wir preisgedämpften und öffentlich geförderten Wohnungsbau noch stärker in den Fokus nehmen."

Ein Drittel der neuen Wohnungen in Köln sind 1 oder 2 Zimmerwohnungen. Auch Wohnungen mit mehr als zwei Zimmern fallen im Schnitt deutlich kleiner aus als noch vor ein paar Jahren. Vielen Familien mit Kindern komme inzwischen nicht mehr auf die Größe, sondern die Anzahl der Zimmer an.

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