
Guido Köhler, Sprecher der IG Neumarkt sagte uns, es würden weiter öffentliche WC Anlagen fehlen, der Drogenkonsum in der Öffentlichkeit sowie das Dealen würde immer schlimmer statt, wie versprochen, besser:
Wir sehen ja eigentlich keine signifikante Verbesserung. Also es sind ja jetzt Hilfsangebote an den Start gegangen und der Drogenkonsumraum ist ja jetzt schon seit mehreren Jahren aktiv. Aber aus unserer Sicht haben die Hilfsangebote versagt, denn diese sollten ja dazu beitragen, dass es besser wird. Aber das ist es ja nicht, im Gegenteil.
Die IG Neumarkt hatte der Stadt angeboten innerhalb von 8 Wochen eine Gastro-Einheit mit öffentlichem und kostenlosem WC für alle zu betreiben. Man erwarte nun, dass Reker den Neumarkt wirklich zur Chefinnensache mache und man schnell in Planungen mit eingebunden werde, so Köhler.
Auf Radio Köln-Nachfrage heißt es von der Stadt, dass die Drogenkonsumenten am Neumarkt konsequent angesprochen und zum Drogenkonsumraum vermittelt werden. Die Mehrheit der Drogenabhängigen ließe sich darauf ein. Des Weiteren prüfe die Stadt derzeit geeignete Standorte für kostenlose Toiletten auf dem Neumarkt und drumherum. Außerdem heißt es, dass das Angebot der IG Neumarkt eine ganzjährige, durchgehende und uneingeschränkte Nutzung der Gastronomie auf dem Neumarkt beinhalte. Aufgrund der zahlreichen Veranstaltungen sowie bereits bestehenden vertraglichen Verpflichtungen sei diese Bedingung nicht genehmigungsfähig.