
Der Drogenkonsumraum soll zunächst montags bis freitags für je sechs Stunden öffnen, im Laufe des Jahres sollen die Öffnungszeiten verlängert werden.
So sieht es im Drogenkonsumraum aus
Es hängen Gemälde an der Wand, der Empfang ist mit roten Blumen bemalt. Dann gibt es mehrere Zimmer, wo die Spritzen gesetzt werden können oder Crack geraucht werden kann. Es gibt auch ein Zimmer mit Sitzkissen, Couch und Liegemöglichkeiten.
Etwa 100 Konsumvorgänge können da mit den aktuellen Öffnungszeiten gemacht werden. Das ist Drogenkonsum, der dann nicht mehr auf offener Straße passiert. Ein Team von Sozialarbeiter, Pflegern, und Hilfskräften kümmert sich um die Kranken, aber auch um die Anwohner.
Der Besitz und die Weitergabe von Drogen ist laut Gesetz verboten. Ein Schild mit dem Verbot hängt zwar im Raum, doch die Stadt Köln, Vision e.V. als Betreiber sowie Polizei und Staatsanwaltschaft haben sich zu einem Sicherheitskonzept verpflichtet.
Im Groben funktioniert es so: In und um den Drogenkonsumraum selbst wird ein Auge zugedrückt, auf den umliegenden Plätzen und Straßen soll hingegen konsequent durchgegriffen werden. Das ist eine absolute Grauzone – und genau deshalb will Köln jetzt gemeinsam mit Düsseldorf und Dortmund eine Gesetzesänderung oder ein Modellprojekt erwirken, das es ermöglicht, in solchen Drogenkonsumräumen auch legal Drogen oder Ersatzstoffe abzugeben. (FW|DD)