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Ehemaliger Generalvikar Heße als Zeuge befragt
© Radio Köln/ Waltel
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Ehemaliger Generalvikar Heße als Zeuge befragt

(PH) Zum ersten Mal hat am Dienstag ein amtierender Erzbischof in einem Missbrauchsprozess gegen einen Priester vor einem deutschen Gericht als Zeuge ausgesagt. Die zweite große Strafkammer am Kölner Landgericht hatte Stefan Heße, der heute Erzbischof von Hamburg ist und früher als Generalvikar in Köln für das Personal zuständig war, befragt.

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Heße sagte in seiner Zeugenanhörung, er habe nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe 2010 sofort gehandelt und den Priester beurlaubt. Er sei dann aus allen Wolken gefallen, als die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt hatte, weil die Opfer damals zunächst von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht hatten. Im Fokus der Zeugenbefragung stand auch eine Aktennotiz aus 2010. Darin steht, dass der Angeklagte „alles erzählt“ habe, man aber keine Akte erstellt habe, weil diese beschlagnahmt werden könne. Die handschriftlichen Notizen hätten notfalls vernichtet werden können. Heße bestritt Akten vernichtet zu haben. Die Notiz mit seiner Unterschrift könne er sich nicht erklären. In der Zeugenbefragung wurde erneut deutlich, dass der wegen mehrfachen schweren Missbrauchs angeklagte Priester in der Zeit seiner Beurlaubung weitere Kinder missbraucht haben soll.

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