Elementarschäden absichern

Der Finanztipp bei Radio Köln wird präsentiert von der Sparkasse KölnBonn.

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Die Flutkatastrophe hat in der Region viele Menschenleben gefordert und unzählige Häuser zerstört. Weil sich Wetterextreme häufen könnten, denkt die Politik denkt über einen verpflichtenden Versicherungsschutz von Immobilien nach. Über eine Versicherung wurde in letzter Zeit ganz oft gesprochen.

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Die einfache Wohngebäudeversicherung ist wichtig, sichert Euch als Hauseigentümer zum Beispiel aber nicht gegen Überflutungsschäden ab. Dazu benötigt Ihr die Elementarschadenversicherung, die Ihr zusätzlich in Eure Wohngebäudeversicherung miteinschließen könnt ggf. müsst. Weniger als die Hälfte der Gebäude in NRW und 37 Prozent in Rheinland-Pfalz verfügen darüber. Die Nachfrage nach solchen Absicherungen ist seit der Katastrophe deutlich gestiegen. Unser Finanzexperte Maximilian Blusch hat mehr Details:

"Die ´normale´ Wohngebäudeversicherung deckt Schäden am Haus selbst (und allem was damit verbunden ist) durch zum Beispiel Sturm, Hagel, Blitzschlag und Brand ab (sowie Leitungswasser und Überspannung). Für Schäden beispielsweise durch Starkregen, der Euren Keller volllaufen lässt, braucht Ihr zusätzliche Bausteine, die Euer Versicherer zusammen mit der Gebäudeversicherung anbietet. Dabei kalkulieren die Versicherer das Risiko und sortieren alle Gebäude nach der bestehenden Gefahr von Überschwemmungen, Rückstau und Starkregen ein. Ein höheres Risiko bedeutet einen höheren Versicherungsbeitrag. Übrigens: 98,5 Prozent aller Adressen fallen in die Klassen mit niedrigem Überflutungsrisiko. Ich selbst habe unseren Versicherungsschutz natürlich geprüft. Unsere über 20 Jahre bestehende Versicherung, die wir damals vom Bauträger übernommen haben, enthielt leider keinen Schutz vor den Fluten. Über meinen Versicherer konnte ich unsere Absicherung für zusätzlich 22 Euro im Monat gegen Elementarschäden ergänzen. Dazu benötigte er nur wenige Angaben wie genaue Adresse, Baujahr und Wohnfläche und evtl. Vorschäden. Wenige Tage später flatterte mir die neue Police ins Haus!"

Die Wohngebäudeversicherung schützt Euer Haus und alles, was damit fest verbunden ist. Für die Wohnungsausstattung steht die Hausratversicherung ein. Auch hier solltet Ihr checken, ob Elementarschäden mitabgesichert sind. Für beide Versicherungen gilt: Schaut in die Police! Dort muss ausdrücklich ein sog. Elementarschaden eingeschlossen sein. Seid Ihr schon länger Eigentümer eines Hauses, so ist es Zeit für einen Versicherungscheck bei der vertrauten Sparkasse oder Bank. Bringt Eure Versicherungsunterlagen mit und lasst Euch am besten durch dortige Spezialisten helfen. Denkt auch an die technische Absicherung Eures Hauses gegen Überflutungen, wie zum Beispiel die Rückstauklappe im Keller oder die Abdichtung von Kellerschächten. Ein Sonderfall sind Schäden aus dem Rückstau der Kanalisation. Die Gemeinden haften grundsätzlich für den sicheren Betrieb der Kanalisation, außer bei ganz ungewöhnlichen und seltenen Katastrophenregen (lt. BGH). Daher müsst Ihr als Eigentümer geeignete Maßnahmen zum Schutz gegen Rückstau selbst treffen. Der Selbstbehalt bei Elementarschäden liegt meistens bei 10 Prozent (mindestens 500 Euro und maximal 5.000 Euro).

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