
Ermittlungen gegen Kardinal Woelki ausgeweitet
(PR|Archivbild) Die Staatsanwaltschaft Köln hat ihre Ermittlungen gegen Kardinal Woelki ausgeweitet. Eine Privatperson habe nämlich Strafanzeige gegen den Kölner Erzbischof gestellt, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Sie wirft ihm vor, im Prozess gegen die Bild Zeitung einen falschen Eid geleistet zu haben.
Veröffentlicht:
Laut der Anzeige soll Woelki in seiner Aussage vor dem Kölner Landgericht im März nicht die Wahrheit gesagt haben. Bereits seit November laufen gegen Woelki strafrechtliche Ermittlungen. Dabei geht es um die Frage, wann Woelki von Missbrauchsvorwürfen gegen den früheren Sternsinger-Chef Pilz gewusst habe. Woelki bleibt dabei, dass er die Dokumente, um die es im Verfahren geht nicht kannte, heißt es in einer Stellungnahme des Erzbistums am Dienstag. Ende April hatte Woelki einen Gerichtprozess gegen die BILD-Zeitung gewonnen. Die Pressekammer des Landgerichts verbot der Zeitung bestimmte Äußerungen aus einer Online-Berichterstattung aus dem Jahr 2021. Darin wurde behauptet, dass Woelki von Vorwürfen gegen den Priester und einer Warnung der Polizei, den Mann nicht mit Kindern und Jugendlichen arbeiten zu lassen, gewusst hatte – und ihn trotzdem befördert hatte.