
Weil das Personal an den Sicherheits-Kontrollen unterbesetzt war und viele Passagiere die Handgepäck-Regeln missachtet hätten, sei es zu massiven Verzögerungen gekommen, heißt es von der Bundespolizei.
Seine Kosten im Fall eines verpassten Fluges durch die Wartezeit am Sicherheits-Check erstattet zu bekommen, kann sehr schwer und langwierig werden. Zunächst muss man das eigene Mitverschulden ausschließen können. Man darf also selbst kein zu großes oder zu viel Handgepäck dabei haben, ebenso wenig zu große Flüssigkeitsbehälter. Weiterhin muss man beweisen, dass man früh genug – also in diesen Zeiten mindestens drei Stunden vor Abflug - am Flughafen war. Schließlich muss man noch belegen, dass zu wenig Personal an der Kontrolle eingesetzt war.
Und selbst wenn man das alles kann, dauert ein Prozess bis zu zwei Jahre und ist sehr teuer. Also in den meisten Fällen bleiben Passagiere wohl auf den Kosten sitzen.
Derweil kündigten der Airport und die für die Sicherheit zuständige Bundespolizei an, dass sich das Chaos am Kölner Flughafen vom vergangenen Wochenende nicht wiederholen soll. Damals mussten Passagierinnen und Passagiere teils mehrere Stunden auf den Sicherheits-Check warten, einige verpassten so auch ihren Flug.
Das Chaos habe laut Bundespolizei zwei Ursachen gehabt: Zum einen habe das beauftragte Sicherheitsunternehmen zu wenig Personal gehabt, weil entweder Mitarbeitende vom Hochwasser betroffen oder noch in Kurzarbeit waren. Zum anderen hätten aber auch viele Passagierinnen und Passagiere eine Mitschuld gehabt. So seien teils bis zu fünf Handgepäckstücke mitgeführt worden und auch zu viel Flüssigkeit im Handgepäck habe die Sicherheits-Kontrolle massiv verzögert. Es sei laut Airport und Bundespolizei in der Form allerdings ein absolutes Ausnahmewochenende gewesen. Man habe bereits das Personal aufgestockt, um das in Zukunft zu verhindern.