
Der Mieter sei einmal in der rechten Schulter getroffen worden, einmal im linken Oberschenkel, so die Kölner Staatsanwaltschaft. Zwei Polizeibeamte hätten jeweils einen Schuss abgegeben. Außerdem sei bei dem Verstorbenen ein chemisch-toxikologisches Gutachten in Auftrag gegeben worden, heißt es weiter. Die Ermittlungen zu den genauen Todesumständen des 48-Jährigen würden weitergehen.
Eine Gerichtsvollzieherin hatte am Mittwochmorgen mithilfe der Polizei die Wohnung räumen wollen. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Mieter die Polizisten dabei mit einem Messer bedroht. Der Verstorbene sei bereits polizei- und gerichtsbekannt. Zuletzt sei er von der Staatsanwaltschaft im Juni beim Amtsgericht Köln wegen Widerstand gegen Polizeibeamte angeklagt worden. Damals habe der Mann seinen Suizid angekündigt und sich gegen die ihm zu Hilfe eilenden Polizeibeamten mit Tritten zur Wehr gesetzt. Anwohnerinnen und Anwohner berichteten davon, dass der 48-Jährige aggressiv gewesen sei und die Polizei mehrfach seine Haustür in der Vergangenheit aufbrechen musste, wegen extremer Ruhestörung oder weil er seine Wohnung unter Wasser gesetzt hatte.
Die betroffenen Polizisten seien weiter im Dienst, für eine Suspendierung gebe es keine Gründe, heißt es aus dem Polizeipräsidium in Kalk.