Erste Streiks in Köln

(PR) Bei uns in NRW haben am Dienstag einzelne Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen. Mittwoch wird es auch bei uns in Köln einen ersten Streik geben. Das hat die Gewerkschaft ver.di mitgeteilt. 

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Rund 300 Beschäftigte der RheinEnergie, der Stadtwerke Köln und der Rheinischen NetzGesellschaft würden ihre Arbeit niederlegen, schätzt die Gewerkschaft ver.di. Dadurch wird es laut ver.di in den Kundenzentren Einschränkungen bis hin zu Schließungen geben. Auch örtliche Termine der technischen Bereiche fielen gegebenenfalls aus.

Man könne nicht hinnehmen, dass die Kosten der Pandemie zu Lasten der Beschäftigten gehen sollen, so ver.di.

Vor der dritten Verhandlungsrunde, Mitte Oktober, würden auch in Köln weitere Warnstreiks folgen. Betroffen sind von den Verhandlungen beispielsweise Beschäftigte in kommunalen Kliniken, Seniorenzentren und Kindertagesstätten, bei der Müllabfuhr, den Sparkassen, den Städten, Gemeinden und Landkreisen, bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern und vielen anderen Dienststellen und Einrichtungen des Bundes wie dem Zoll oder der Rentenversicherung.

Ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, beziehungsweise einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei über zwölf Monaten.  

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände kritisierte die Warnstreiks. Man lehne es rigoros ab, dass die Menschen durch Streiks in Mitleidenschaft gezogen würden - gerade in einer Zeit, in der in vielen Teilen der Wirtschaft Insolvenzen und der Verlust von Arbeitsplätzen drohten.

Wegen der Corona-Pandemie werden maximal 50 Streikende gleichzeitig vor Ort sein. Insgesamt rechnet ver.di mit rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

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