Anzeige
Erster Affenpocken-Verdacht in Köln - Stadt gibt weitere Details bekannt
Teilen:

Erster Affenpocken-Verdacht in Köln - Stadt gibt weitere Details bekannt

(PH|Symbolbild) In Köln gibt es vermutlich den ersten Fall des Affenpocken-Virus. Wie eine Stadtsprecherin auf Radio Köln-Anfrage bestätigte, sei ein Mann am Montag zunächst auf dem Weg in ein Krankenhaus gewesen. Der Gesundheitszustand lasse aber eine häusliche Quarantäne zu.

Veröffentlicht: Montag, 23.05.2022 12:41

Anzeige

Die Stadt hat am Montagnachmittag weitere Informationen bekanntgegeben. Laut Mitteilung handelt es sich um einen 45-Jährigen, der zuvor aus dem Urlaub zurückgekehrt war. Er weise Symptome auf, die zu der Erkrankung passen. Der Erkrankte habe vom Kölner Gesundheitsamt eine Ordnungsverfügung erhalten und darf seine Wohnung nicht verlassen. Ein Testergebnis einer Gewebeuntersuchung stehe noch aus.

Anzeige

Weitere Person hatte Kontakt mit Infiziertem

Anzeige

Außerdem gebe es noch eine weitere Kontaktperson, die im Urlaub Kontakt mit einer infizierten Person hatte und zurückgekehrt ist. Der 60-jährige Kölner weist bislang keinerlei Symptome auf. Trotzdem wurde ihm geraten, zu Hause zu bleiben und enge Kontakte zu meiden. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Johannes Nießen, betont: Die Übertragung von Affenpocken sei nicht zu vergleichen mit der Übertragung des Corona-Virus. Deshalb bestehe kein Grund zur Panik.

Anzeige

Kölner Gesundheitsamt rät dennoch zur Vorsicht

Anzeige

"Bei entsprechenden Symptomen oder engem Kontakt zu Personen mit solchen Symptomen sollte man sich selbst isolieren und schnellstmöglich untersuchen lassen. Kontaktpersonen sollten enge Kontakte meiden und zu Hause bleiben.“ Die Stadt Köln sei auf Infektionskrankheiten aller Art vorbereitet. Das Kölner Gesundheitsamt stehe zudem in Kontakt mit dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen und den Kliniken und greife auf die Erfahrung und Infrastruktur, die im Rahmen der Corona-Pandemie entstanden sei, zurück.

Anzeige

Symptome der Affenpocken

Anzeige

Klinisch äußere sich die Erkrankung vor allem durch Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und – anders als bei Windpocken – durch Lymphknotenschwellung sowie durch Symptome auf der Haut, sagt Nießen. Die Symptome auf der Haut durchliefen simultan die Stadien Macula (Fleck), Papula (Knötchen), Vesicula (Bläschen) und Pustula (Eiterbläschen) und würden letztlich verkrusten und abfallen. "Folgen einer überstandenen Infektion können Narbenbildung und selten auch Erblindung sein.", sagt Nießen.

Anzeige
Anzeige
Anzeige