
Erzbistum Köln soll Dokumente zurückgehalten haben
In einem Missbrauchsfall rund um das Erzbistum Köln gibt es neue Vorwürfe. Mehrere Juristen und die Betroffenen-Initiative Eckiger Tisch werfen dem Erzbistum vor, Beweisdokumente zurückgehalten zu haben, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.
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Jetzt haben die Initiative und Anwälte Strafanzeige gegen Kardinal Woelki gestellt. Im Mittelpunkt steht der Fall einer Frau, die Anfang der 80er Jahre von ihrem Pflegevater – einem Priester – schwer sexuell missbraucht worden sein soll. Die fraglichen Dokumente sollen zeigen, dass der Mann nicht nur privat, sondern auch in seiner Rolle als Geistlicher gehandelt habe. Das Erzbistum erkennt die Taten grundsätzlich an, sieht bei sich aber keine Verantwortung – weil sie außerhalb des Amtes passiert seien. In einer Stellungnahme vom Erzbistum heißt es: Kardinal Woelki weise die Verdächtigung eines Prozessbetruges zurück. Er sei mit der Prozessführung und der Entscheidung, welche Unterlagen vorgelegt werden, nicht betraut. Er habe somit keine Entscheidung getroffen, ob Unterlagen vorgelegt werden müssten oder nicht. Daher sei eine strafrechtliche Verdächtigung seiner Person völlig haltlos. (IG|SR|Symbolbild)