
Erzbistum Köln soll von Missbrauchsfällen gewusst haben
(SR) Der Druck auf das Erzbistum und Kardinal Woelki wächst weiter. Die Bild-Zeitung hat über einen Fall berichtet, in dem das Erzbistum Köln einen des Kindesmissbrauchs verdächtigten Priester erst mit vierjähriger Verzögerung bei der Staatsanwaltschaft angezeigt haben soll.
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.02.2021 06:14
Im Fokus stehe der mittlerweile gestorbene Priester Josef M. Mehrere Missbrauchsfälle habe er 2014 der Personalabteilung des Erzbistums gemeldet. Doch erst 2018 habe ein Rechtsanwalt aus dem Beraterstab von Kardinal Woelki Strafanzeige erstattet. Laut Bild-Artikel ist dieser Fall einer von 15 Fällen, die in dem von Woelki unter Verschluss gehaltenen Gutachten einer Münchener Kanzlei aufgeführt werden. Auf Radio Köln-Nachfrage heißt es aus dem Erzbistum dazu: Man berate noch hinsichtlich einer Stellungnahme.