
Es hagelt Kritik für Sanierung der Kölner Oper
(SD/SR|Symbolbild) Unzählige Touristinnen und Touristen, die aus anderen Städten nach Köln strömen, um das frisch sanierte Schauspielhaus und die Oper zu besuchen – das hätte ursprünglich schon vor über fünf Jahren der Fall sein sollen. Am Dienstag hat die Stadt erneut verkündet: Die Sanierung dauert länger und wird nochmals deutlich teurer.
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Alle Risiken mit einberechnet kommt die Stadt jetzt auf knapp 644 Millionen Euro für die Sanierung der Bühnen. Das wäre im schlimmsten Fall bis zu 73 Millionen Euro teurer als bisher angenommen. Die Kostensteigerung liege unter anderem an der Insolvenz einer wichtigen Baufirma sowie an der fehlerhaften Planung der Lüftung und des Brandschutzes. Das alles werfe auch den Zeitplan bis zur Fertigstellung erneut durcheinander: Statt in zweieinhalb Jahren soll alles jetzt in drei Jahren – also im ersten Quartal 2024 fertig werden. Bernd Streitberger, der die Leitung der Baustelle vor einigen Jahren übernommen hat, könnte dann eigentlich längst in Rente sein, er wolle das jetzt aber noch durchziehen.
Die Kölner SPD nennt die Sanierung ein Fass ohne Boden. Man werde sich die Vorlage genau ansehen und sich ein genaues Bild von der Situation machen. Die Kölner FDP fordert ein unabhängiges Gutachten, das sich mit den Fehlern der Vergangenheit befasst. Und der Bund der Steuerzahler spricht von einem Skandal. Es sei gebaut und zurückgebaut worden - ohne eine endgültige Planung. Das sei eine Zumutung für die Kölner Steuerzahler, die zurecht sauer seien.