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FC-Verantwortliche kritisieren Sicherheitsmaßnahmen in Nizza
© Ostrowski/ Radio Köln
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FC-Verantwortliche kritisieren Sicherheitsmaßnahmen in Nizza

(SR|Symbolbild) Die schweren Ausschreitungen beim Spiel des 1. FC Köln beim OGC Nizza werden für einige Randalierer wohl ein Nachspiel haben. Die Kölner Polizei hat eine spezielle Ermittlungsgruppe gegründet.

Veröffentlicht: Freitag, 09.09.2022 13:55

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Die Ermittlungsgruppe will jetzt mithilfe von Videoaufnahmen mögliche Täter identifizieren. FC-Trainer Steffen Baumgart hat sich am Freitagmittag auf einer Pressekonferenz geäußert. Er sagte, die Vorfälle seien nicht einfach zu verarbeiten:

 „Wir haben es geschafft, uns ein sportlich großes Ziel zu setzen und wir haben es erreicht – wir wollten Fußballfeste erleben und das war alles andere als ein Fußballfest. Man hat gesehen, was für eine Stimmung entstehen kann in so einem Fußballspiel. Das, was vorher abgelaufen ist, ist einfach nicht das, was zum Fußball gehört oder gehören sollte. Ich glaube nicht, dass wir einfach zur Tagesordnung zurückkehren sollten. Deswegen ist es wichtig, dass da eine klare Aufarbeitung kommt von allen Seiten und wir das mit allem verhindern, was uns möglich ist.“

Etwa eine Stunde vor dem Anpfiff ist es im Stadion von Nizza zu Jagdszenen auf den Tribünen zwischen gewaltbereiten Anhängern beider Vereine gekommen. Auch eine Messerattacke soll es gegeben haben. Das Spiel wurde nach längeren Beratungen fast ein Stunde später angepfiffen. 

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FC-Verantwortliche: Wir haben auf löchrige Schutzmaßnahmen hingewiesen

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Die FC-Verantwortlichen haben die Sicherheitsvorkehrungen der Franzosen als unzureichend kritisiert. FC-Geschäftsführer Christian Keller sagte am Freitagmittag, bei den üblichen Sicherheitsgesprächen vor dem Spiel habe die Kölner Seite auf Risiken und löchrige Schutzmaßnahmen im Stadion hingewiesen: 

"Dass wir ein deutlich höheres Polizeiaufkommen für angemessen erachten, dass wir eine deutlich bessere Fantrennung für sehr sinnvoll und wichtig erachten, war bekannt. Dass wahrscheinlich aus Paris, aus dieser verbotenen Fangruppe von Paris Saint-Germain, dass die wahrscheinlich kommen werden, dass die auch Probleme mit Nizza haben, darauf haben wir hingewiesen."  

Man habe auch Lösungsvorschläge gemacht, diese seien aber größtenteils nicht wahrgenommen worden. Auch Trainer Steffen Baumgart kritisierte die laschen Sicherheitsvorkehrungen. Er glaube, die Vorfälle hätten verhindert werden können, es hätten ausreichend viele Leute, darunter der FC und auch die UEFA, darauf aufmerksam gemacht, dass die Maßnahmen nicht ausreichten.

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Hinweisportal der Kölner Polizei

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Die Ermittler der Kölner Polizei haben ein Hinweisportal eingerichtet. Zeuginnen und Zeugen, die Fotos oder Handy-Videos gefertigt haben, werden dringend gebeten, diese auf das Portal hochzuladen. Hier geht's zum Portal.

Alle sonstigen Hinweise nimmt die Polizei Köln unter der Telefonnummer 0221/229-0 oder per Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen. 

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