Fehlendes Vorkaufsrecht Thema im Stadtrat
(PR|Symbolbild) Der Kölner Stadtrat muss sich nach 30 Jahren erneut mit dem Klüngel umwobenen Bau des Stadthauses in Deutz beschäftigen. Zur Ratssitzung am Dienstag will die FDP in einer Anfrage sinngemäß klären, ob damals der Rat hinters Licht geführt wurde oder einfach schlampig gearbeitet wurde. Hintergrund ist, dass die Stadt offenbar nicht, wie damals beschlossen eine Kaufoption mit Vorkaufsrecht vereinbart hat.
Veröffentlicht: Montag, 15.05.2023 04:43
Ohne Vorkaufsrecht könnte die Eigentümerin nach dem Ende des Mietvertrages das Stadthaus auch jemand anderem verkaufen. Das Mietverhältnis der Stadt und vor allem der Preis wären unklar. Mutmaßlich wäre die Stadt mit einem Kauf zu einem früher festgelegten Preis deutlich besser gefahren, als mit einem neuen Mietvertrag. Alleine dadurch würde der Stadt wohl ein Millionenschaden drohen. Außerdem stehen zusätzlich hohe Sanierungskosten an. Die FDP will jetzt von der Stadtspitze wissen, wie das sein könne, obwohl die Politik doch vor 30 Jahren den Auftrag für genauso ein Vorkaufsrecht erteilt hatte. Die Liberalen wollen auch wissen, ob und in welcher Höhe der Stadt Köln tatsächlich Schaden entstanden ist.