
Ferienstart: Die Lage am Kölner Flughafen
(SR|Archivbild) Keine Entspannung am Kölner Flughafen in Sicht. Noch immer müssen Fluggäste mit Verspätungen, Flugausfällen und stundenlangen Wartezeiten rechnen. ver.di Sprecher Özay Tarim meint, dass das auch Freitagnacht und am Wochenende so bleiben wird, denn einige besonders beliebte Flüge, zum Beispiel in die Türkei, starten erst am späten Abend. Außerdem würden viele Familien erst Samstag oder Sonntag ihre Reise antreten. Daher ist auch in den kommenden Tagen die Empfehlung besser 3 bis 4 Stunden vor dem Boarding zum Flughafen zu kommen.
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Zu wenige Mitarbeitende müssten sich um die Abfertigung der Fluggäste kümmern, kritisiert ver.di-Sprecher Özay Tarim. Ein Problem, das es vor Jahren schon einmal gegeben habe:
„2017 hatten wir genau das gleiche Problem: Personalmangel. Das haben wir damals genauso öffentlich gemacht, dann mussten wir zum Krisengespräch, um zu sagen, dass die Dienstleister nicht ausreichend Personal hinstellen. Dann ist ein bisschen mehr Personal eingestellt worden aber das Problem an sich ist ja dadurch nicht gelöst.“
Ver.di kritisiert, dass der Staat die Fluggastkontrollen an private Unternehmen abgegeben habe, um Geld zu sparen. Das Unternehmen selbst dürfe dabei entscheiden, wie viele Mitarbeitende es an den Kontrollen einsetzt. Früher habe es hier durch die Bundespolizei andere Vorgaben gegeben.
Radio Köln-Reporter Tobias Böhle berichtete Freitagmorgen vom Kölner Flughafen. Ab ungefähr 8:30 Uhr hätten sich die Wartezeiten im Gegensatz zum frühen Morgen deutlich erhöht, mittlerweile zögen sich die Warteschlangen für die Sicherheitskontrolle weit durch den Flughafen. Die gute Nachricht: Noch seien die Schlangen in Bewegung, Wartezeiten von mehreren Stunden habe es zumindest am Freitagvormittag noch nicht gegeben. Dies könne sich jedoch schnell ändern, spätestens wenn am Nachmittag Familien mit Schulkindern hinzu kämen.